Musik: A-Capella-Konzert in der Christuskirche

Musik : A-Capella-Konzert in der Christuskirche

(red) Ein hörenswertes A-Capella-Konzert hat zahlreiche Musikliebhaber in die Wittlicher Christuskirche gelockt. Im Zentrum des Konzertes stand eine Vertonung des Hohen Liedes Salomonis von Leonhard Lechner (1553-1606).

Er gilt als Hauptvertreter der damals jungen protestantischen Kirchenmusik. Sein Verdienst: Verschmelzung der feierlichen Motettenform mit der Ausdruckskraft des Madrigals und Anstoß zur Entwicklung des deutschen Liedes. Tilman Bruus, Organist der Christuskirche, hat ein lebendiges Programm mit seinem Chor inszeniert. Den Rahmen gaben Lieder über die Liebe (selbst die Beatles mussten herhalten – zumindest formal).  Anna Stange spielte sehr sauber Violinstücke, begleitet von Tilman Bruus mit Klavier- und Cembaloklang vom Barock bis zur Postmoderne. Alexa Spielmann-Sips glänzte mit einem trefflichen Sopran (Ich bete an die Macht der Liebe), ebenso die Altistin Katrin Müller (Louis Roessel: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete nach einem Korinthertext). Einer langen Probenzeit hat es bedurft, die sechs Teile von Lechners Hohem Lied einzustudieren. Geschickt hat Tilman Bruus zuerst mit einführenden Worten und Klangbeispielen die Komposition vorgestellt. Abgerundet wurde das kurzweilige Programm mit Lechners Gott behüte dich als Segen für den Heimweg. Die Zuhörer dankten mit langanhaltendem Applaus. Foto: Nadine Stange

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