Kommunalpolitik : Rückenwind für Rodelbahn?

Der Zweckverband Erbeskopf befasst sich mit der Zukunft der Anlage am Erbeskopf. Auch eine wichtige Personalie steht an.

In der nächsten Versammlung des Zweckverbandes Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte Erbeskopf werden voraussichtlich neue Weichen für den höchsten Berg von Rheinland-Pfalz gestellt. Zunächst soll im öffentlichen Teil ein neuer Verbandsvorsteher gewählt werden. In der Vergangenheit hatte dieses Amt Marc Hüllenkremer, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thalfang, inne. Er war wegen andauernder Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden (der TV berichtete). In der Zwischenzeit hatte Morbachs Bürgermeister Andreas Hackethal (CDU) als stellvertretender Vorsteher die Amtsgeschäfte geführt.

Ambitionen auf den Vorsitz hat dieser wohl nicht. Er fühle sich als stellvertretender Vorsteher nach eigenen Angaben „sehr wohl“. Und er habe auch vor, für dieses Amt wiederanzutreten.

Läuft die Position des Vorstehers damit auf Vera Höfner hinaus, die als Erste Beigeordnete die Amtsgeschäfte im Thalfanger Rathaus führt?

Die CDU-Frau äußert sich zurückhaltend: Man befinde sich in einer schwierigen Situation. Sie spielt damit darauf an, dass die Verbandsgemeinde Thalfang derzeit ohne Bürgermeister ist. In der Vergangenheit war es Usus, dass der Thalfanger Rathauschef gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbandes ist. Die Versammlung entscheide souverän. Und: Man sei mit der bisherigen Lösung ja ganz gut gefahren.

Im nicht-öffentlichen Teil geht es unter anderem um die Sommerrodelbahn, die seit geraumer Zeit stillsteht (der TV berichtete). Die privaten Betreiber, die Familie Züscher aus Gräfendhron, haben den Betrieb aus zeitlichen und Altersgründen nicht mehr stemmen können und die naturnahe Bahn zum Verkauf angeboten. Auch der Zweckverband hat laut Hackethal ein großes Interesse an einer Nachfolgelösung.

Ebenfalls hinter verschlossenen Türen wird der Tagesordnungspunkt „Kooperationsvertrag“ behandelt. Dabei geht es um eine Vereinbarung zwischen dem Zweckverband und dem Land Rheinland-Pfalz. Darin sollen unter anderem die Zuständigkeiten am Erbeskopf neu geregelt werden. Stimmt der Verband der Vereinbarung zu, ist man einen großen Schritt weiter, was das künftige Nationalparktor Hunsrückhaus und die Gestaltung des Außengeländes am Erbeskopf angeht. Insbesondere der Zustand des Areals am Erbeskopf hatte bei der Bevölkerung für Ärger gesorgt.

Die Verbandsversammlung tagt am Montag, 21. Oktober, ab 18 Uhr im Seminarraum des Hunsrückhauses. Eine Stunde zuvor ab 17 Uhr treffen sich die Mitglieder des Verbandsausschusses.