Ab jetzt: Alle Jahre wieder

THALFANG. Erstmals fand am Samstag in Thalfang ein eigener Weihnachtsmarkt statt. Den Besuchern gefiel es, auch wenn Raum für Verbesserungen bleibt. Ortsbürgermeister Gasper befürwortet die dauerhafte Trennung von Letztem Markt und Weihnachtsmarkt.

Der vierte Weihnachtsmarkt in Thalfang fand dieses Jahr zum ersten Mal nicht zusammen mit dem Letzten Markt statt. Mit Rücksicht auf den Totensonntag hatte sich die Gemeinde zu zwei verschiedenen Terminen ent-schlossen. Trotz leichter Anlaufprobleme könnte diese Trennung zur Dauereinrichtung werden, meint Ortsbürgermeister Franz-Josef Gasper: "Ich glaube nicht, dass wir die beiden Märkte noch mal zusammenlegen." Verbesserungsvorschläge für die Zukunft

Gasper bot sich ein geteiltes Bild: "Die Trennung der Märkte hat sich bewährt, aber in Zukunft müssen wir den Weihnachtsmarkt mehr in den Abend ziehen, beispielsweise mit einer Verlosung und mehr Programm." Dieses Jahr sorgten die Thalfanger Flötenkinder und der Musikverein für die musikalische Umrahmung des Weihnachtsmarkts. Außerdem kam der Nikolaus mit Geschenken für die Kinder zu Besuch. Etwas mehr Programm hätte also tatsächlich gut getan. Die Thalfanger selbst waren jedoch mit der Adventsstimmung zufrieden. Heidi Leonhard aus Thalfang meinte: "Es war gemütlich, so dass man sich in Ruhe alles anschauen und seinen Glühwein trinken konnte." "Leider gab es keinen Schnee", bedauerten Susanne und Stanislav Stoyanov, "aber für ein Dorf wie Thalfang war der Weihnachtsmarkt sehr schön." Mit konstruktiver Kritik sparten sie aber nicht: "Ein Karussell für die Kinder wäre gut gewesen. Den Weihnachtsbaum könnte man beim nächsten Mal ja schmücken." Für die Stoyanovs ist der Markt ein Treffpunkt für Freunde und Bekannte. Das Geschäft hätte jedoch für viele der 21 Anbieter besser laufen können. Dies zumindest meinte Agathe Kirst aus Horbruch, die weihnachtliche Heuprodukte anbot: "Statt der vielen Essensstände wären mehr Anbieter von Weihnachtsartikeln gut gewesen, denn dann kommt mehr Kundschaft. Konkurrenz hilft uns." Gisela Hechler von der Thalfanger Kindertagesstätte Regenbogen sagte dagegen: "Der Verkauf unserer Fröbel-Sterne hat großen Spaß gemacht, und es ist auch ganz gut gelaufen." Thalfang scheint mit dem vom Letzten Markt getrennten Weihnachtsmarkt auf einem guten Weg zu sein. Auch nächstes Jahr wird es einen eigenen Weihnachtsmarkt geben. Sollte es dann gelingen, mehr Programm und mehr Verkaufsstände aufzubieten, könnte er zu einer festen Institution des Orts werden.

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