Ab Pfingsten rollen die Züge

Von Pfingsten bis Oktober fahren die Schienenbusse der HWB Verkehrsgesellschaft wieder auf der Strecke zwischen Morbach und Büchen beu ren.

 Chef Bernd Heinrichsmeyer will alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Hunsrückbahn wieder voll nutzbar wird. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Chef Bernd Heinrichsmeyer will alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Hunsrückbahn wieder voll nutzbar wird. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Hermeskeil/Morbach. Die langjährigen Bemühungen zur Reaktivierung der Hunsrückquerbahn haben sich ausgezahlt: Das Teilstück Morbach- Büchenbeuren ist seit Anfang 2009 wieder befahrbar.

Ab Pfingstsonntag, 31. Mai, können sich Bürger bei einer Fahrt zwischen Morbach und Büchenbeuren überzeugen, was für ein Erlebnis es ist, mit einem Schienenbus über die Gleise zu rumpeln. Bei einem Fest am Morbacher Bahnhof an diesem Sonntag will Bernd Heinrichsmeyer, Geschäftsführer der Hochwaldbahn-Gruppe (HWG) die Bevölkerung über die Trasse informieren und historische Schienenbusse ausstellen. Eine Rückfahrkarte für die Strecke von Morbach nach Büchenbeu ren und zurück kostet für Erwachsene zehn Euro, Kinder zahlen fünf Euro.

Noch immer gehören die 50 Kilometer Gleise der Deutschen Bahn AG, die den Anliegergemeinden die Trasse für 640 000 Euro verkaufen will.

Der HWB-Chef hofft nach wie vor auf einen baldigen Ankauf der Strecke durch die Anliegergemeinden. Den Kommunalpolitikern aus der Region will er den Erwerb bei einer Testfahrt im April schmackhaft machen. Ein Termin steht noch nicht fest. Eisenbahn-Freunde können sich einen weiteren Termin vormerken. Denn die Exkursion der Regionaltagung zur nachhaltigen Entwicklung im Hunsrückhaus am 25. April findet zum Teil auf der Schiene statt.

Ein Zweckverband der Gemeinden wäre nach dem Ankauf der neue Eigentümer, der die Strecke wiederum an die Hunsrückbahn GmbH, eine Tochtergesellschaft der HWB, verpachtet.

Morbach-Büchenbeuren ist bislang eine "Inselstrecke". Nur wenn auch zwischen Hermeskeil und Morbach gefahren werden darf, kann nach Auffassung von Heinrichsmeyer Güterverkehr in Betracht gezogen werden. Doch diese Strecke ist noch stillgelegt. Ein Gutachten aus dem vergangenen Jahr prognostiziert zusätzliche Kosten von bis zu drei Millionen Euro, um den Abschnitt fit zu bekommen.

Der Förderverein Hunsrückbahn zeigt nach Ansicht von Heinrichsmeyer gerade, dass es "billiger geht", argumentiert der HWB-Chef. Die Reaktivierungsarbeiten für die Teilstrecke Hermeskeil-Morbach sind in vollem Gange. 14 Ehrenamtliche legen sich in letzter Zeit mächtig ins Zeug, haben durchgehend 33 Kilometer Gleis freigeschnitten und sogar bei Hoxel einen Hangrutsch beseitigt, der im Gutachten mit einem Kostenaufwand von 300 000 Euro zu Buche steht.Hermeskeil:

Fahrplan für den Ankauf Morbach: Im Morbacher Rathaus wartet man auf die endgültigen Beschlüsse der zuständigen Gremien aller beteiligten Landkreise und Kommunen. "Wenn alle mitmachen, kann gekauft werden", sagt der Sprecher des Bürgermeisters, Theo Gätz. Der Gemeinderat gab jüngst grünes Licht für eine Morbacher Beteiligung an der Kaufsumme bis zu 210 000 Euro . Hermeskeil: "Im Laufe des Jahres werden die Kaufverhandlungen weitergehen", weiß Michael Hülpes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil. In drei Landkreisen müsse man sich über die Kostenverteilung einig werden. Thalfang: In Thalfang steht die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 27. April und im VG-Rat am 5. Mai auf der Tagesordnung.

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