Ab September kann geradelt werden

KELL AM SEE. Bis August oder September 2006 soll der Ausbau des bislang von Hermeskeil bis Reinsfeld führenden Hochwald-Ruwer-Radwegs auch bis nach Kell am See abgeschlossen sein. Das war eines der wichtigen Themen bei der jüngsten Sitzung im Gemeinderat.

Joachim Marx vom Ingenieur-Büro Paulus und Partner stellte die neue Vorplanungsgestaltung der begleitenden Maßnahmen zum Ausbau des Hochwald-Ruwer-Radwegs vor. Die Straßenbeleuchtung des Radwegs soll demnach in die Planung mit aufgenommen werden, ebenso die Schaffung von 23 Einstellplätzen im Bahnhofsbereich. An der Einrichtung des Wendeplatzes für die Lieferzufahrt zum Accord-Markt soll dieser an den Kosten in erheblichem Umfang beteiligt werden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die vorliegende Entwurfsplanung anzuerkennen, die Zusammenstellung der detaillierten Kosten vorzunehmen sowie die möglichen Zuschüsse zu beantragen. VG-Bürgermeister Werner Angsten erinnerte an die Besitzverhältnisse: "Alles, was im Besitz der Bahn war, liegt heute im Eigentum der Verbandsgemeinde Kell am See. Die Randgebiete gehören der Ortsgemeinde, Teile davon dem Heimat- und Kulturverein." Der Bauausschuss hatte die Straßenbeleuchtung am Seeparkplatz besichtigt und dem Rat empfohlen, zwei Vulkanleuchten auf dem Seeparkplatz anzubringen. Die Kosten inklusive kompletter Verlegung liegen bei rund 5127 Euro. Zwecks Kostenersparnis sollen für die Herstellung der Gräben separate Angebote von Firmen eingeholt werden, forderte der Rat und beschloss die Maßnahme einstimmig. Ebenfalls einstimmig beschloss der Rat die Anerkennung der Wegeplanung des Premium-Wanderwegs "Saar-Hunsrück-Steig". Dieser beginnt in Orscholz und endet in Idar-Oberstein. Dieser Wanderweg werde nur unter bestimmten Voraussetzungen als Premium-Wanderweg anerkannt, informierte Bürgermeister Werner Angsten. Ortsbürgermeister Lehnen erläutert den Verlauf des beabsichtigten Weges: Beginnend am Keller Steg im Wadrilltal, am Wallerplatz vorbei, zwischen den Gehöfen Bremm und Lauer hindurch, über die Hunsrückhöhenstraße, durch das Gelände von B. Diwo, über den Schnittpunkt Bahntrasse, zum Krumpert, bis zum Waldweiher, Persch, durch die Layenkaul, am Seeparkplatz vorbei, Richtung See-Daumen, zur Schützhütte bis zum Knüppeldamm. Über 100 Kilometer durch Rheinland-Pfalz

Der Wanderweg hat eine Gesamtlänge von 171,5 Kilometern, von denen 106,5 Kilometer in Rheinland-Pfalz und 65 im Saarland liegen. Die voraussichtlichen Gesamtprojektkosten betragen 260 000 Euro. Zu erwartende Folgekosten werden mit rund 100 Euro pro Kilometer und Jahr für Instandhaltung und Zertifizierung anfallen. Der Gemeinderat beschloss, für den Bereich der oberen Bergstraße einen Bebauungsplan zur Ausweisung von Wohnbauland aufzustellen. Für den Geltungsbereich des Bebauungsplans wurde eine Veränderungssperre als Satzung mehrheitlich beschlossen. Mehrheitlich beschloss der Rat, den Quadratmeter-Preis für die Grundstücke auf 5,10 Euro festzusetzen. Der Betrag soll jedoch nur für die zu erwerbenden Flächen bis 40 Meter Tiefe des jeweiligen Grundstücks gelten. Der Gemeinderat erteilte dem Büro Geoplan aus Trier zum Angebotspreis von 3353,40 Euro brutto den Auftrag für die Erstellung eines digitalen Höhenplans für das geplante ökologische Neubaugebiet.