Abenteuer Pubertät: Elternabend am Cusanus-Gymnasium

Abenteuer Pubertät: Elternabend am Cusanus-Gymnasium

In der Pubertät spielen nicht nur die Hormone verrückt. Neue Erkenntnisse über den Hirn umbau bei Jugendlichen liefern immer bessere Erklärungen für das in dieser Phase auftretende Verhalten.

Beim Abend für die Eltern der achten Klassen zum Thema Pubertät mit Michael Naundorf, Diplom-Sozialarbeiter bei der Lebensberatungsstelle, wurde zusammen mit den Eltern schnell ein Konsens darüber gefunden, was diese Phase ausmacht: Überprüfen und Reflexion des von den Eltern vermittelten Wertesystems auf seine Glaubwürdigkeit und Tragbarkeit, Suche nach einer eigenen Identität, Suche nach einem neuen oder reflektierten Wertesystem und hormonelle Veränderungen/Veränderungen im Gehirn. Vor allem der letzte Aspekt ermöglichte einen interessanten, auch für die Eltern ganz neuen Blick aufs Thema: Während der Pubertät komme es, so Naundorf, zu einem tief greifenden neuronalen Umbau: Alte Verbindungen zwischen Nervenzellen würden gekappt, neue aufgebaut.
Durch die Vorverlegung der Pubertät müssten die Jugendlichen diese schwierige Phase heute jedoch mit viel weniger Lebenserfahrung "im Koffer"überstehen. Umso wichtiger sei es, in dieser Phase Verständnis für die eigenen Kinder aufzubringen, aber auch bei Fehlverhalten klar Grenzen aufzuzeigen. Dazu müssten Eltern ihre Erziehungsaufgabe erkennen und auch wahrnehmen. Naundorfs Ratschäge: "Seien Sie nicht jugendlicher als die Jugendlichen. Seien Sie ein Vorbild! Trauen Sie Ihren Kindern etwas zu und fördern Sie sie." red

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