Abschied mit Wehmut

Aus gesundheitlichen Gründen legte die 70-jährige Küsterin Gertrud Bernard Ende September ihr kirchliches Amt nieder, als Nachfolgerin wurde Gertrud Rößler benannt.

Die langjährige Küsterin nimmt mit einem lachenden und weinenden Auge Abschied. TV-Foto: Hermann Bohn

Hunolstein. (HB) Was 1976 unter Dechant Anton Kasper begann, fand am 30. September unter Pfarrer Karl-Josef Albrech ein Ende. Zwischenzeitlich übte sie ihren Dienst unter den Pfarrern Karl-Heinz Stegerer, Robert Schuh und Georg Josef Müller aus.

Der gute Geist im Gotteshaus



Gertrud Bernard war 33 Jahre lang der gute Geist in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Ihr Küsteramt übte sie stets freudig, mit viel Engagement und Herz aus. Dazu zählten: "Die Vor- und Nachbereitungen der liturgischen Feiern, das Läuten der Glocken, der Blumenschmuck, die Bereitstellung der Gewänder für Priester und Messdiener sowie der liturgischen Bücher und Geräte und dass stets genügend Hostien und Wein vorhanden waren".

Beim Aufstellen der Weihnachtskrippe, dem Legen des Erntedankteppichs und dem Aufbau des Osterfeuers war ihr Ehemann Franz-Josef ihr stets behilflich.

"Mir fällt es schwer, nach dieser langen Zeit aufzuhören, da ich mit Leib und Seele Küsterin war und meine Arbeit gerne tat", sagt sie wehmütig. Ganz will sie sich jedoch noch nicht aus dem Kirchendienst zurückziehen. Ihr Küsteramt in der Walholzkirche will sie nach wie vor beibehalten. Ihrer Nachfolgerin verspricht sie, "wenn Not am Mann ist auszuhelfen".