Abschied von Hermann Bornmüller
Wittlich · Hermann Bornmüller, Forstdirektor im Ruhestand, allein 26 Jahre leitete er das Forstamt Wittlich bis 1993, ist im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Über seinen Beruf hinaus engagierte er sich in Sachen Naturschutz. Vor allem aber war er an Katrin Bornmüllers Seite.
Wittlich. Es gibt Menschen, die sind als Paar weitaus mehr als zwei. Hermann und Katrin Bornmüller hatten diese besondere Gemeinsamkeit. Nun wird der hochgewachsene Herr an der Seite der bekannten Dame, die sich unermüdlich in der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte einsetzt, fehlen: Hermann Bornmüller ist am Montag gestorben. Er habe "alle Aktivitäten seiner Frau nicht nur erduldet, sondern mit höchstem persönlichen Einsatz unterstützt. Hier zeigt sich, was der Zusammenhalt eines Paares bewirken kann, das auf einem festen christlichen Wertefundament gründet, nämlich Glaube, Liebe, Hoffnung". Das sagte einst Joachim Rodenkirch, Wittlichs Bürgermeister, Ex-Stadtförster und Freund der Familie. Hermann Bornmüller hat auch sonst Einsatz gezeigt: Er warnte vor Windrädern im Wald, setzte sich für eine Grünbrücke fürs Wild ein, kritisierte Schneekanonen am Erbes kopf, die "ungeheuer viel Energie und Wasser" verbrauchten, und sah schon 2010 alle Argumente zum Hochmoselübergang ausgetauscht, den er ausdrücklich "höchstens Moselhochbrücke" nannte, weil eine "Hochmosel" schlicht nicht existierte.
Stets eine tadellose Erscheinung in der Öffentlichkeit könnte man ihn auch sonst im besten Sinne konservativ nennen. Als Jäger, Forstmann, Aktiver im Beirat für Naturschutz des Landkreises und Leserbriefschreiber ging es ihm oft darum, unsere Umwelt vor Schaden zu bewahren. Das tat er klug, besonnen, stets deutlich und höflich, eben auch im menschlichen Umgang ein Meister alter Schule. sos
Die Trauerfeier ist am Montag, 10. Februar, 14.30 Uhr, in der Christuskirche, anschließend ist die Beerdigung auf dem Friedhof Burgstraße.