Abschlag für den Turnierbetrieb

EDIGER-ELLER. Vor drei Monaten öffnete das Ferien- und Golfresort Ediger-Eller (Kreis Cochem-Zell) offiziell seine Pforten. Nun wurden die ersten neun Loch des Meisterschaftsplatzes für den Turnierbetrieb freigegeben.

Mit einem Einweihungsturnier haben die holländischen Investoren von Roompot Vakanties die ersten neun Loch auf dem Meisterschaftsplatz des Ferien- und Golfresorts Ediger-Eller in Betrieb genommen. Damit steht die Anlage drei Monate nach der offiziellen Aufnahme des Spielbetriebs fortan auch für den Turnierbetrieb zur Verfügung. Eine erste positive Bilanz zog Parkmanager Arie van den Broek: "Das, was von Golfplatz und Feriendorf schon fertig war, ist bisher immer komplett belegt gewesen. Wir hatten ständig 600 bis 700 Gäste hier." Fast war es, als hätten die Holländer auch beim Wetter ihre Finger im Spiel gehabt. Die Sonne lachte mit den geladenen Gästen des Einweihungsturniers um die Wette. Der Himmel war ebenso blau wie die Poloshirts mit der gestickten Aufschrift "Roompot", die die meisten Golfer anhatten. "Am 23. Juni standen wir hier zum Teil noch auf einer Baustelle", erinnerte sich André van Leeuwen in seiner kurzen Begrüßung. "Heute ist das meiste schon schön grün geworden." Gebaut wird auf der 70 Millionen Euro teuren Ferien- und Golfanlage zwar immer noch, doch davon bekamen die Golfer auf dem weitläufigen Grün der hochmodernen Anlage nichts mit. Drei krachende Salutschüsse aus dem Gewehr von Jagdpächter Jürgen Feiden gaben den ersten Abschlag zum Einweihungsturnier frei. "Die Spieler mit Platzreife gehen jetzt auf die Neun-Loch-Runde, die anderen machen einen Schnupperkurs mit", erläuterte Arie van den Broek. "Heute soll es hier möglichst locker zugehen." Die Lockerheit war denn auch allen Beteiligten deutlich anzumerken. Zwar entwickelten die geübten Golfer unter den geladenen Gästen im Turnierverlauf durchaus sportlichen Ehrgeiz, doch selbst ihnen sollte das keineswegs den Sieg garantieren. "Heute Abend geht es nämlich noch in die Vinothek - zum 19. Loch. Da gibt es eine kleine Weinprobe, bei der die Punkte doppelt zählen", erläuterte die für das Marketing des Ferien- und Golfresorts zuständige Maritza Gerber lachend. "So könnte es sein, dass selbst gute Golfer noch verlieren - wenn sie schlechte Weinkenntnisse haben." Geschätzte Auslastung: 70 Prozent

Auch beim Schnupperkurs von Profi-Golfer Yusuf Sari auf der Driving Range ging es lustig zu. "Golf ist ein ganz einfacher Sport: Wenn ich weit schlagen will, suche ich mir eben den passenden Schläger", erläuterte er den Anfängern die Unterschiede zwischen "Eisen" und "Hölzern". In Saris Schnupperkursen kann jeder für kleines Geld sein möglicherweise vorhandenes Golftalent entdecken. Die holländische Gruppe besitzt Ferienparks in Deutschland, Holland und Dänemark. Für die Region hat sich das Ferien- und Golfresort schon jetzt als Segen entpuppt. 60 neue Arbeitsplätze sind entstanden, sieben Auszubildende wurden eingestellt. Und auch die Zukunftsaussichten sind rosig. "Noch in diesem Jahr werden die restlichen neun Loch des Platzes fertig. Im Mai nächsten Jahres schließen wir die Arbeiten am Feriendorf ab", erzählt Gerber. In 378 Häusern werden 2000 Betten zur Verfügung stehen. "Wir rechnen mit einer Jahresauslastung von 70 Prozent."

Mehr von Volksfreund