Abwarten bis nach der Wahl

Die Ortsgemeinde Merschbach hat einen Haushalt ohne Investitionen beschlossen. Der Grund: Ortsbürgermeisterin Iris Hornberg kandidiert zwar wieder, will aber erst nach der Wahl am 7. Juni neue Projekte anpacken. Tilgungen lassen den Schuldenberg deshalb etwas abschmelzen.

Merschbach. (doth) Die 61 Einwohner von Merschbach schultern am Jahresende mit 109 300 Euro immer noch einen enormen Schuldenberg. So sieht es der einstimmig beschlossene Haushalt vor, der erstmals nach der neuen Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) erstellt wurde. Weil nichts investiert wird und Tilgungen greifen, wird sich der Schuldenstand um rund 5000 Euro verringern.

Die letzte große Maßnahme, die Sanierung des Wirtschaftsweges nach Haag, ist abgeschlossen und wirkt sich nicht mehr auf den laufenden Haushalt aus. "Wir wollten vor der Wahl keine neuen Projekte mehr anpacken", argumentiert Ortsbürgermeisterin Iris Hornberg, die sich zur Wiederwahl stellt. "Wie die Ortsgemeinde Merschbach finanziell dasteht, wird die Eröffnungsbilanz zeigen, die bis zum 30. November erstellt wird", sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Hans-Dieter Dellwo. Sein Finanzchef Michael Suska schätzt den Buchwert der Ortsgemeinde auf rund 750 000 Euro. Mit 1340 Euro gibt es sogar ein kleines Plus. Steuern und Gebühren werden nicht erhöht.

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