Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Gemeinderat Breit sieht Situation gelassen

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Gemeinderat Breit sieht Situation gelassen

In Breit gibt es überwiegend positive Erfahrungen mit dem Birkenfelder Bereitschaftsdienst. Bürger sollen sich aber nach wie vor nicht scheuen, etwaige Probleme über das von der Thalfanger Verwaltung eingerichtete Beschwerdetelefon zu melden.

Breit. (urs) Der Ortsgemeinderat Breit steht dem Thema Bereitschaftsdienst gelassen gegenüber. "Ich sehe das entspannt", kommentierte Gemeindechef Günter Klassen in der jüngsten Ratssitzung.

Wie mehrfach berichtet, hat die Kassenärztliche Vereinigung die Dörfer der Verbandsgemeinde Thalfang dem Birkenfelder Bereitschaftsdienst zugeordnet. In Klassens Augen sind die bisherigen Debatten zu diesem Thema "hoch aufgehängt".

Denn nach wie vor könne jeder selbst entscheiden, ob er lieber einen Arzt in Trier oder Hermeskeil aufsuchen wolle. Keiner müsse am Wochenende nach Birkenfeld zum Arzt fahren. Andererseits gebe es aber den Vorteil von Hausbesuchen der dortigen Ärzte.

Bisherigen Erfahrungen nach funktioniere das sehr gut. "Es gibt mehr positive als negative Äußerungen", bekräftigte Ratsmitglied Winfried Welter. Für Notfälle gebe es zudem wie bisher eine separate Nummer. In einem solchen Fall reiche es ja nicht, einen Hausarzt zu benachrichtigen.

Klassen appellierte dennoch an die Bürger, das von der Verwaltung eingerichtete Beschwerdetelefon (06504/9140-115) zu nutzen. Sollte es Probleme geben mit der seit Januar 2010 gültigen Regelung, sollten diese auch gemeldet werden. Welter machte den Ratskollegen gegenüber deutlich, dass eine Änderung der jetzigen Zuordnung nur dann zu erwarten sei, wenn die von Ärzten im Raum Hermeskeil vereinbarte Kooperation ende. Die Kassenärztliche Vereinigung greife nur ein, wenn es in Orten keine Bereitschaftsdienstregelung gebe.

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