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Afrika, Schinderhannes und Blasmusik

Afrika, Schinderhannes und Blasmusik

Mit seinem Osterkonzert hat der Musikverein Longkamp 350 Zuhörer begeistert.

Longkamp. Abenteurer, Halunken und Komödianten waren schon immer sehr interessant für Groß und Klein und das nicht nur in der Literatur, sondern gerade auch im musikalischen Bereich. Und eben in diese unheimliche, gefährliche, aber auch sehr unterhaltsame Welt wurden die über 350 Besucher beim Osterkonzert des MV "Harmonie" Longkamp unter der Leitung von Jürgen Kullmann entführt.
Nachdem die neu gegründete Jugendkapelle mit dem Dirigenten Tommy Schommer ihr Können anschaulich gezeigt hatte, bewies auch ein Flötenquartett unter der Leitung von Eva Wilbert, was doch in den Jugendlichen alles drinsteckt.
Da zum Konzertthema unabdingbar die Zirkusatmosphäre gehört, führte das Orchester stimmungsvoll mit dem Marsch "Einzug der Gladiatoren" das abwechslungsreiche Konzert weiter.
Zu einem bunten und interessanten Zirkusprogramm gehören natürlich vielfältige Beiträge wie die Klassiker "Don Quichotte de la Mancha", die Filmmusik aus dem "Paten" oder gar mit ihren Trommelbeiträgen und dem afrikanischen Flair die kleinsten Künstler - die Trommelgruppen unter der Leitung von Sabine Möhn.
Das Leben des Halunken Schinderhannes ist für die Hunsrücker nicht uninteressant, zumal man vielerorts Geschichten von ihm hört. Die Geschichte, "Wie mein Ahn dem Schinderhannes begegnete" von Peter Kremer ereignete sich tatsächlich im Nachbarort Kommen. Als Überleitung zu dem Charakterstück "Ein Tag aus dem Leben eines Räuberhauptmannes" las Inge Brucker diese amüsante Geschichte vor.
Filmmusik von Michael Kamen führte in den geheimnisvollen "Sherwood Forest", sie vermittelte Robin Hoods Freiheitsstreben und ließ die tiefe Liebe zu Lady Marian spüren.
Komödianten im wahrsten Sinne des Wortes waren die vier Schlagzeuger Jonas, Johannes, Kevin und - als "Schlagzeug-Azubi" - Tommy mit ihrem Beitrag "Eine kleine Tischmusik".
,,Moment for Morricone" mit anregenden "Wildwestszenen" aus "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Zwei glorreiche Halunken" ließen Gänsehaut aufkommen.
Im Rahmen von verschiedenen Solopartien wie "Twinkling Flutes" (Silvia Simon und Sophia Ruf), "Trombone Dreams" (Raphael Schommer), "Wild Cat Blues" (Peter Brucker jr. und Franziska Weber) und "Bugler\'s Holiday" (Tommy Schommer, Max Wilbert und Johannes Klunk) kehrte das Orchester wieder in die Zirkuswelt zurück.
Drei Zugaben verdeutlichten am Schluss die Begeisterung des Publikums über die sehr beachtlichen musikalischen Darbietungen dieses doch jungen Orchesters mit seinem Dirigenten Jürgen Kullmann.
Im Rahmen des Osterkonzerts ehrten Franz-Gerd Schmitz, stellvertretender Vorsitzender des Kreismusikverbandes, und Franz-Josef Klingels, Vorsitzender des MV Longkamp, folgende Musiker: Eva Wilbert, Tommy Schommer, Peter Brucker jr. und Johannes Klunk (D2-Prüfung : alle mit "sehr gut" bestanden). Fünf Jahre aktiv sind Sophia Ruf, Isabelle Herrmann, Larissa Schmitt, Magdalena Ruf, Laura-Marie Winkhaus, Jan Zimmer und Jonas Weber. Für zehn Jahre geehrt wurden Raphael Schommer, Johannes Klunk und Max Wilbert. 40 Jahre aktiv ist Jürgen Schommer.