Aktion Sorgenkreis
Majusebetta, so kann das doch nicht weitergehen! Unserer bettelarmen Landrätin muss geholfen werden, die hat ja nur noch Schulden, also absolut nix Bares mehr! Mein Gott, bald kann die sich nirgendwo mehr blicken lassen und das so kurz nach ihrer Wiederwahl!
Da ist die Solidarität der Bernkastel-Wittlicher gefragt. Doch die ducken sich weg und beten, dass der Kelch der Kreisumlagenerhöhung an ihnen vorübergeht. Das ist nicht fein. Sind denn die überwiegend männlichen Ortsbürgermeister keine Kavaliere mehr? Und wie heißt es doch immer so schön, wenn jemand jammert statt zu handeln: Das Glas ist nicht halbleer, sondern halbvoll! Was das jetzt im Fall der Kreisverschuldung bedeuten soll, wo ja das Glas sozusagen minus-leer ist, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß: In jeder Krise steckt eine Chance!Das setzt Energien frei, das belebt die Kreativität!
Sofort sollte die Aktion Sorgenkreis gegründet werden. Die wiederum bestimmt eine Projektgruppe, deren Ziel sein soll, neue Wege aus der Misere zu finden. Ich hätte da schon einen Vorschlag zu machen. Das Landrätinnen-Lotto. Was der Staat kann, können wir auch, sind ja irgendwie selbst der Staat. Also. Wöchentlich werden sieben Richtige aus 42 gezogen, 42, weil so viele Menschen im Kreistag sitzen, deren Namen muss nur jemand auf Tischtennisbälle pinseln zwecks "Ziehung". Sieben werden gezogen - am besten aus einem schwarzen Sack, weil diese Zahl in diesen Zeiten Glück bringt. Als Zusatzzahl gelten die Namen der Städte und Gemeinden. Tippannahmestellen sind die Verwaltungen, auch Online-Tippen ist möglich. Die Hälfte der Einnahmen wird verspielt, den Rest "gewinnt" der Landkreis. Wird der Läsch-Pott drei Mal nicht geknackt, geht die Summe komplett an den Kreis. Dafür erscheint die Landrätin als Lottofee im Offenen Kanal, der die Ziehung zeigt und damit mehr Zuschauer bekommt. Verwaltungsmitarbeiter, Kommunalpolitiker, Bürgermeister und so weiter haben einen "Goldene Jahrestippschein". Die sind hundertmal so teuer wie normal, aber das ist nur gerecht. Über das Geldausgeben reden wir ein anderes Mal.
Viel Glück!