Alle ziehen an einem Strang

Am kommenden Wochenende wird sich alles, was Rang und Namen im Damenhandball hat, in Wittlich beim Stelioplast-Cup ein Stelldichein geben. Damit alles so gut wie in den Vorjahren klappt, ist viel Vorbereitung notwendig. Für die HSG Wittlich kein großes Problem, denn hier packen viele mit an.

Wittlich. Viel Betrieb herrscht zur Zeit in und rund um die Halle der Berufsbildenden Schule in Wittlich. Draußen wurde bereits mit vereinten Kräften das Zelt aufgebaut, in der Halle wird geputzt und alles schick hergerichtet für das große Turnier am Wochenende, an dem sechs Damenmannschaften mit Weltklasse-Spielerinnen aus Deutschland, Dänemark und Norwegen teilnehmen. Von mangelnder Hilfsbereitschaft kann bei den Wittlicher Handballern keine Rede sein. Fast 200 Leute sind bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und beim Turnier selbst im Dienst, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, erzählt Peter Stettler. Eine ganze Menge für einen Verein, der knapp 500 Mitglieder hat, von denen die meisten noch Jugendliche sind. Man habe sogar einigen Leuten absagen müssen, die sich erst kurz vorher gemeldet hatten. Alle Arbeiten waren bis dahin schon verteilt. Dabei sind auch schon die kleinsten Handballspieler. "Die Minis laufen mit den Spielerinnen ein", erzählt Stettler. "Die HSG ist ein Hobby", begründet Jürgen Junk, der selbst kein aktiver Spieler mehr ist, aber als Vorstandsmitglied wichtige Aufgaben übernimmt, das Engagement der Handballer. Die neunjährige Erfahrung mit dem Stelioplast-Cup trägt mittlerweile Früchte. Die Arbeiten sind verteilt, sagt Birgit Stettler, die zusammen mit irhem Mann Peter den Jahresurlaub für das Turnier opfert. Beide legen Wert auf die Feststellung, dass es noch viele andere sind, ohne deren großer Einsatz das Turnier nicht gestemmt werden könnte. So gehören neben dem Vorstand auch Christoph und Andrea Praeder, Uschi Meeth, Birgit und Jürgen Unger sowie Sandra und Carsten (Charlie) Henrich zu den Stützen der Veranstaltungen. Und dazu kommen noch viele aktive Spieler sowie Eltern und andere, die sich nach wie vor dem Handball und dem Verein verbunden fühlen. Die ganze Familie ist dabei

Vielfach sind auch ganze Familien dabei. So helfen Stettlers Söhne seit Jahren mit und freuen sich jedesmal, wenn sie im neuen Jahr auch neue Verantwortung übernehmen können. Auch der Nachwuchs von Sandra und Charlie Henrich ist dabei. Der jüngste Sohn ist erst ein paar Monate alt und erlebt das Turnier aus der Zuschauerperspekte, Fynn ist schon ein paar Jahre älter und ist ist gerne überall mit der Nase dabei. Insgesamt seien in der gesamten Geschichte des Stelioplast-Cups bisher etwa 35 000 ehrenamtlich Stunden geleistet worden, sagt Peter Stettler. Ein fester Stamm von Leuten würde über das ganze Jahr gesehen etwa 250 Stunden für den Stelioplast-Cup arbeiten, andere mit geringerer Stundenzahl. Bei aller Arbeit ist die Laune bei den Vorbereitungen an der Halle bestens, es wird viel gelacht, und eine Pause bei Kaffee und Kuchen muss natürlich auch sein. "Es ist immer Superstimmung", bestätigen die Aktiven unisono. Und was auch ganz wichtig ist, ist laut Jürgen Junk die positive Resonanz, die von den teilnehmenden Spielerinnen kommt. Am Sonntagabend ist nach dem Finalspiel Schluss mit dem Stelioplast-Cup 2007. Am Montag ist Manöverkritik. Und damit beginnen die Vorbereitungen für das Turnier 2008.