Aller guten Dinge sind drei

Mit dem neuen Fahrradmuseum im ehemaligen Hotel Brauneberg hat der Verein "Traben-Trarbach aktiv" ein weiteres Erfolgsprojekt geschaffen. Somit stehen mit dem Mittelmoselmuseum und dem Museum der Ikonen den Gästen drei Museen in der Doppelstadt zur Auswahl.

Traben-Trarbach. (mü) Zahllose ehrenamtliche Stunden haben die Mitglieder des Vereins "Traben-Trarbach Aktiv" (TTA) im ehemaligen Hotel Brauneberg investiert. Von der Idee bis zur Verwirklichung engagierten sich viele Mitglieder des rührigen Vereins, allen voran der Vorsitzende Helmut Pönnighaus, Hausherr Horst Rees und Peter Sündermann. Von einheimischen Firmen wurden sie dabei uneigennützig unterstützt.

Im ehemaligen Tanzsaal des Hotels Brauneberg sind 20 interessante Exponate aus jeder Fahrrad-Epoche zusammengestellt. Einige von ihnen wurden dem Museum als Schenkung, andere als Leihgabe bereitgestellt, und zu jedem Rad gibt es eine eigene Geschichte.

Das älteste ausgestellte pedalbetriebene Original ist ein Veloziped von 1868, das von der einheimischen Familie Kayser zur Verfügung gestellt wurde. Das aktuellste ist eine Leihgabe von Joelle Franzmann: ihr 1998 für die Olympiade in Sydney 2000 konzipiertes Vollcarbon-Rad.

Als besonderes Segment im Weinkulturland Mosel mit jährlich 2,7 Millionen Radtouristen passt das Museum wunderbar zum Radweg und stellt ein Alleinstellungsmerkmal im hart umkämpften Touristikmarkt dar. Ein neues Schild am Radweg mit dem Hinweis auf abschließbare Radboxen an der Brücke weist zielgerichtet den Weg zum Museum im Stadtteil Trarbach. Neben dem Mittelmoselmuseum und dem Museum der Ikonen ist das Fahrradmuseum (Eintritt frei) nicht nur an Regentagen eine Bereicherung für die Stadt.

Grund zum Feiern hat auch der Verein TTA. Denn seit zehn Jahren ist TTA in der Doppelstadt aktiv. Mit dem Fahrradmuseum hat er erneut gezeigt, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement der 240 Mitglieder ist.