Allerhand Unrat und (fast) ein halbes Auto

Allerhand Unrat und (fast) ein halbes Auto

KINHEIM-KINDEL. (red) 20 Kubikmeter Abfälle plus ein großer Hänger voll mit Sondermüll - diese Menge trugen am Samstag die Helfer beim Umwelttag in Kinheim zusammen.

"Es ist schlimm zu sehen, wo überall an Straßenrändern und in Wäldern Leute ihre Abfälle entsorgen", sagt Stefan Kaufmann, der Vorsitzende der Dorfjugend Kinheim-Kindel. Aus diesem Grund organisierte der Verein am Samstag eine Müllsammelaktion rund um die Moselgemeinde. Und die Bereitschaft mitzumachen, war groß. Insgesamt 44 Helfer, zumeist Jugendliche und junge Erwachsene, waren bei sonnigem Wetter unterwegs und sammelten so eifrig, dass der Container bereits innerhalb von drei Stunden gefüllt war. In sechs Gruppen hatten die Helfer große Teile der Gemarkung Kinheims abgesucht und dabei allerhand Unrat zusammengetragen. Neben dem "üblichen Kleinkram", wie unzähligen Dosen, Flaschen und Zigarettenschachteln machten die Helfer auch viele sperrige Artikel aus. So wurden Kühlschränke, eine Waschmaschine, eine Dunstabzugshaube und zwei Schubkarren aus dem Gebüsch gezogen. Einen noch schlimmeren Umweltfrevel entdeckte ein Helfer, der an einer Stelle 17 Gartenstühle mit Tisch fand. Und die illegal entsorgten drei Auspuffe und drei Autobatterien ergaben mit der gefundenen Heckklappe, den Stoßstangen-Teilen und Autolampen (fast) schon ein halbes Auto, zumal die dazu nötigen Reifen an verschiedenen Stellen im Überfluss verstreut waren. Von ihnen wurden insgesamt 42 Stück gefunden. Ortsbürgermeister Willy Mathy, der auch aktiv beim Umwelttag mithalf, zeigte sich froh, dass nach dieser Aktion die Gemarkung Kinheims wieder sauber ist. Er bedankte sich deshalb bei allen Teilnehmern für ihre Mithilfe. Auch Stefan Kaufmann war erfreut über die große Resonanz und bezeichnete den Umwelttag als gelungen. Er kündigte an, dass die Müllsammelaktion im nächsten Jahr wiederholt wird. Dann sollen neben den diesmal bearbeiteten Gemarkungsteilen noch weitere Bereiche in Kinheim abgesucht werden.