Alles im Griff

GREIMERATH. (ger) Der Ernstfall wurde geprobt. Die Feuerwehren aus Greimerath, Hasborn, Laufeld und Niederöfflingen rückten zur Bekämpfung eines Dachstuhlbrandes in der Lagerhalle eines Computervertriebs aus.

Sonntagmorgen 9.30 Uhr, Feueralarm in Greimerath. Die nagelneue Lagerhalle der Firma Softexpress brennt. Flammen schlagen aus dem Dachstuhl. Die Sirenen heulen in Greimerath und den umliegenden Orten. Schon nach wenigen Minuten ist die Wehr des kleinen Dorfes an der A 48 zur Stelle. Doch es reicht nicht, den Brand alleine zu löschen. Fünf Minuten später trifft die Hasborner Wehr ein, kurz danach die Wehren aus Laufeld und Niederöfflingen. Jetzt bewährt es sich, dass Peter Gerhards, Alarm- und Einsatzplaner der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Manderscheid, zusammen mit der Firma Softexpress eine Hallenübersicht mit Bezug zu Gefahrenpunkten und feuerwehrtechnischen Einrichtungen entwickelt hat. Einsatzleiter Georg Fries weiß, wie er die 48 Wehrmänner und zwei Feuerwehrfrauen einzuteilen hat. Mittlerweile stehen vier Löschfahrzeuge und ein Rüstwagen bereit. Aus vier Strahlrohren und einem Wasserwerfer wird der Brand bekämpft. Die Greimerather haben den Erstangriff durchgeführt und das Wasser aus den Hydranten sowie den firmeneigenen Löschzisternen entnommen. Wegen der starken Rauchentwicklung erkunden die Hasborner mit Atemschutzgeräten die Halle. Es sind keine Menschen dort. Die Feuerwehr Niederöfflingen hat mittlerweile die dritte Wasserversorgungsmöglichkeit angezapft und Leitungen zum Löschteich im Greimerather Feuerwehrgerätehaus verlegt. Viele junge Zuschauer bei der Übung

Die Laufelder Feuerwehr löscht mit mehreren Strahlrohren den Dachstuhlbrand. Gottlob wird in Greimerath nur der Ernstfall geprobt. Viele Dorfbewohner interessieren sich für die Feuerwehrübung. Besonders auffallend die Schar der Kinder, die sich das Geschehen anschauen. Der zweijährige Tim Bastgen fiebert schon seit dem Abend zuvor der Übung entgegen. Er will unbedingt die Feuerwehrautos sehen. Seine Geschwister Moritz und Anne sind mit ihren Großeltern gekommen und schauen sich das Geschehen in respektvollem Abstand an. In Greimerath ist der dörfliche Zusammenhalt zu spüren. Der potenzielle Feuerwehrnachwuchs darf schon mal das Strahlrohr halten. Punkt 10 Uhr ist die Übung beendet. Firmenchef Frank Botzet zieht eine positive Bilanz: "Wenn die vier Feuerwehren zusammenarbeiten, haben wir keine Befürchtung." Greimeraths Wehrführer Fries bedankt sich für die gelungene Kooperation. Dann geht es zum gemütlichen Teil in die Lagerhalle der Firma Softexpress bei Imbiss und Getränken.