Alte Buchschätze leichter finden

Drei Bibliotheken, in denen zum Teil sehr wertvolle alte Bücher lagern, gibt es in der Region. Bisher gab es keine Möglichkeit im Internet einzusehen, welche Titel sich dort befinden und welche Inhalte darin sind. Das ändert sich momentan. Die Institutionen arbeiten zusammen, um einen elektronischen Katalog zu erstellen.

Die Schriften von Cusanus, Augustinus oder anderen für die Wissenschaft und Kultur wichtigen Personen, Predigten, Mirakelbücher - all` solche Schätze sind in der Region vorhanden. Ein Teil davon ist in den kleineren Bibliotheken des Cusanus-Instituts in Trier, der Cusanus-Bibliothek in Bernkastel-Kues oder in der Klosterbibliothek Klausen zu finden.

Da es für die einzelnen Bibliotheken zu teuer wäre, einen eigenen digitalen Katalog zu erstellen, haben sich die Institutionen zusammengetan. Insgesamt werden die Kosten bei rund 5000 bis 6000 Euro liegen, die sich die Bibliotheken nach Größe aufteilen.

Dr. Marco Brösch, verantwortlich für die drei historischen Büchersammlungen, erklärt: "In Bernkastel-Kues und Trier kommen laufend neue Werke dazu, was in Klausen nicht der Fall ist, so dass wir das bei der Aufteilung der Kosten berücksichtigt haben." Ziel ist, dass alle gedruckten Bücher der drei Bibliotheken im Internet öffentlich eingesehen werden können.

Damit können alle Mitarbeiter des Instituts, aber auch alle Forscher weltweit und Privatpersonen, beispielsweise Heimatforscher schauen, welche Bücher es in den Bibliotheken zu einem bestimmten Autor oder Thema gibt. Ausleihen kann man die Werke nicht, "aber durch den Katalog weiß man dann zumindest, ob es zu den Bereich Literatur gibt und ob sich ein Besuch dort lohnt, um sie einzusehen", so Brösch.

Bisher sind von 2800 Bänden in Klausen 835 Titel registriert, ein Großteil der 9180 Datensätze des Cusanus-Instituts, aber von den 3000 bis 5000 Büchern in Bernkastel-Kues sind kaum Daten vorhanden. Brösch: "Bei den schon vorhandenen internen Katalogen ist das Problem, dass verschiedene Wissenschaftler daran beteiligt waren. Damals wurde noch kein großer Wert auf bibliothekarische Standards gelegt, deshalb sind die Eingaben sehr uneinheitlich."

Momentan kann noch nicht abgeschätzt werden, wann das System komplett sein wird. In der fertigen Darstellung soll nach Titel- und Schlagwörtern, Personen, ISBN-Nummern und Signaturen gesucht werden können, und es wird möglich sein, in allen drei oder nur einem Teil der Bibliotheken zu suchen.