Alte Herbstbräuche
Auch "typisches" Eifeler Herbstwetter mit kühlen Temperaturen und sehr frischem Wind hielt viele Familien nicht davon ab, mit Kind und Kegel zum Vorplatz der Eifellandhalle zu kommen, um mit dem Landscheider Musikverein das Herbstfest zu feiern.
Landscheid. (red) Beim Apfelkeltern zuschauen oder gar mithelfen und danach mit Genuss den ersten süßen Viez dieses Herbstes probieren: ein tolles Angebot für die Besucher des Herbstfestes. Ein Kartoffelfeuer verströmte wohlige Wärme. Darin brieten und garten, traditionell in feuchtes Papier eingewickelt, saftige Würste und Kartoffeln. Bis tief in die Dämmerung wurden außerdem die Stockbrot-Stäbe über die Glut gehalten.
Selbst die mittlerweile eingetroffenen Gäste vom Musikverein Diersheim/Rheinau in Baden scharten sich ums Feuer und probierten mit, bevor sie sich zur Bühne in die Eifellandhalle begaben. Die Vorsitzende des Vereins, Dominique Hoffmann, begrüßte das Publikum. Die Spielfreude des Orchesters war von der ersten Minute an spürbar; der berühmte Funke sprang gleich auf die Besucher über.
Mehr als drei Stunden lang begeisterten Olivier Metzler und die rund 40 Musikerinnen und Musiker aus Baden anschließend das gut gelaunte Publikum mit hervorragender Blasmusik und verbreiteten gute Stimmung. So gab es das Versprechen, im kommenden Jahr zum Gegenbesuch nach Diersheim zu reisen.
Am darauffolgenden Tag traf sich die Dorfgemeinschaft in der Eifellandhalle zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, entspannten Gesprächen und Blasmusik. Nach dem Auftakt durch den MV Laufeld (Leitung Heiko Weiler) stellte am frühen Nachmittag Nikolai Tchotchev das Blechbläser-Ensemble der Musikschule Bernkastel-Wittlich vor. Brillant vorgetragen waren die Soli wie "Der Coburger" oder "Der alte Dessauer".
Die Musikvereine der Nachbarschaft aus Hupperath (Leitung Reini Klee) und Großlittgen (Leitung Dieter Fröhlich) unterhielten anschließend bis zum frühen Abend mit einem abwechslungsreichen Programm die Gäste.