Alte Werte, die gut schmecken

Das vierte historische Dorffest der Dorfgemeinschaft Wittlich-Dorf war am Wochenende gut besucht. Aufgewartet wurde mit historischen Ständen, einem Umzug und mit Delikatessen aus der guten alten Küche. Außerdem wurde das Grill- und Backhaus gesegnet und Brot im Holzofen gebacken.

Wittlich-Dorf. Bis zum Sonntagmittag waren bereits über 1500 Besucher in den Stadtteil Dorf gekommen, um sich die rund 25 Stände anzuschauen, wo altes Handwerk, landwirtschaftliche Geräte und vieles mehr gezeigt wurden. Im Rahmen des vierten historischen Dorffestes, das die Dorfgemeinschaft ausrichtete, wurde nach der Messe im Vereinshaus das kürzlich fertiggestellte Grill- und Backhaus von Pastor Josef Karst eingesegnet.

Rund 250 Brote aus dem Backofen und der "Doafa Schmandflooden" (Hefeteig mit Schmand und herzhaftem Belag) fanden großen Zuspruch bei den Besuchern. Das Mischbrot wurde nach einem "Geheimrezept" von Bäcker Matthias Lieser und dessen Vater Reinhold gebacken.

Schmackhafte Delikatessen nach Dorfer Rezepten



Dass das Brot aus dem Holzbackofen eben etwas Besonderes sei, da waren sich die Gäste einig.

Schmackhafte Delikatessen wie geräucherte Forellen, Klöße, Schmalzbrote, Waffeln und Rosmarinkartoffeln nach alten Dorfer Rezepten wurden ebenfalls angeboten.

Am Reibekuchenstand war Inge Wagner aus Wittlich. Sie verband den Besuch des Festes mit dem Wiedersehen mit alten Bekannten und sagte: "Mich treiben meine Wurzeln hierher. Mein Vater ist gebürtiger Dorfer, und ich finde die Gemeinschaft hier toll. Hier ist von allem etwas da - sehr schön!"

Ortsvorsteher Thomas Simon richtete sein Grußwort an die Bürger und Gäste, gefolgt von Bürgermeister Joachim Rodenkirch und dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Gerhard Schiffels. Rodenkirch hob in seiner Rede besonders die Gemeinschaft in Wittlichs Stadtteil hervor, wo der Sinn für alte Werte umgesetzt würde und der Zuschuss der Stadt in Höhe von rund 80 000 Euro gut investiert sei. Er sagte: "Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen. Viele Hände aber können viele Knoten knüpfen - zum Wohle unserer Gemeinschaft."

Beim Festumzug am Sonntagnachmittag gab es unterdessen viel zu sehen: Klappermänner, eine historische Feuerwehr, Oldtimer und Erntewagen. Für den musikalischen Rahmen sorgten Vereine und Chöre aus den Nachbardörfern sowie einige Bands.