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Alte Wetterstation wird Treffpunkt für Deuselbach

Alte Wetterstation wird Treffpunkt für Deuselbach

Eine neu gegründete Stiftung hat das Gelände der ehemaligen Wetterstation bei Deuselbach. gekauft Sie forciert deutschlandweit das Pflanzen von Bäumen. Der Skiclub nutzt ein Gebäude als Vereinsheim und übernimmt die Pflege des Areals. Die Arbeit am phänologischen Garten soll wieder aufgenommen werden.

Deuselbach. Das Areal der ehemaligen Wetterstation an der Straße zwischen Deuselbach und Rorodt wird wieder genutzt. Die neu gegründete Stiftung "Jeder wird einen Baum pflanzen" hat das acht Hektar große Gelände mit den beiden Immobilien von der Gemeinde gekauft. Initiator und Geschäftsführer der Stiftung ist der Deuselbacher Jagdpächter Bernd Martin Koch, Projektentwickler aus Oberhausen.
Auf dem Gelände der ehemaligen Wetterstation haben Vertreter der Stiftung zusammen mit Deuselbacher Bürgern als Startschuss für ein deutschlandweites Projekt jetzt die ersten drei Blutbuchen gepflanzt, von denen jede einen Paten hat.
Die Stiftung möchte möglichst viele Menschen dazu animieren, Bäume zu pflanzen. "Die Menschen können sich an die Stiftung wenden und eine Spende in beliebiger Höhe für einen Baum leisten, wir pflanzen ihn", sagt Koch. Allerdings bedeutet das nicht, dass sich das freiliegende Gelände, im Volksmund auch Römerkirch genannt, zum Wald entwickelt, denn die Bäume werden nach Rücksprache mit den Spendern überall in Deutschland gepflanzt. "Flächen gibt es genug, das Geld für die Pflanzen fehlt", sagt Koch.
Bäume sind Koch, der seit 19 Jahren Jagdpächter in Deuselbach ist, wichtig. Bereits im Alter von 14 Jahren gründete er in Schleswig-Holstein die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. "Ich möchte alle Menschen motivieren, Bäume zu pflanzen. Ohne den Sauerstoff der Bäume können wir nicht atmen", sagt er. Nach dem Willen von Koch soll auf dem Gelände der ehemaligen Wetterstation ein neuer Treffpunkt für die Bürger aus dem Dorf entstehen.
Bürger bringen Ideen ein


"Das ist wichtig, um die Attraktivität der dörflichen Gemeinschaft zu erhöhen", sagt er. Die Bürger könnten auch Ideen vorbringen, wie das Gelände genutzt werden solle.
Der Deuselbacher Bürgermeister Hans-Klaus Hölzemer ist froh, dass die Stiftung das Gelände erworben hat, denn die Gemeinde hätte die Pflege des Grundstücks und der Immobilien nicht finanzieren können. "Etwas Besseres hätte uns nicht passieren können", sagt er.
Die Pflege des Geländes übernimmt der Skiclub Deuselbach. Dieser erhält dafür das Gebäude der ehemaligen Wetterstation, das seit 1998 wegen der Automatisierung der Wetterbeobachtungen leer steht, als Clubheim zur Verfügung gestellt. "Das ist eine tolle Sache", findet Mario Eberhard, Vorsitzender des Vereins. Wie das zweite Gebäude genutzt wird, steht noch nicht fest. Auch der phänologische Garten neben der Wetterstation soll wieder belebt werden, sagt Koch. Dort sind 50 unterschiedliche Bäume und Sträucher angepflanzt. In solchen Gärten, soll beobachtet und verglichen werden, wie sich Pflanzen auf unterschiedlichen Breiten- und Längengraden entwickeln, sagt der Jagdpächter. In Deuselbach sei die Beobachtung 2004 eingestellt worden. Das bisher eingezäunte Gelände soll künftig öffentlich begehbar sein, sagt Koch. "Die Kinder sollen sich die unterschiedlichen Gewächse anschauen und was darüber lernen." cst
Wer eine Baumpatenschaft übernehmen will, kann sich per E-Mail an Martin Koch wenden: bmk@caratkk.onmicrosoft.com