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Altes Bauernhaus wird tödliche Falle

Altes Bauernhaus wird tödliche Falle

Meterhoch schlagen die Flammen aus den Fenstern: Ein altes Haus auf dem Maiermunder Hof, Gemarkung Briedel, nahe Lötzbeu-ren steht am Montagabend lichterloh in Flammen. Für den 79-jährigen Besitzer kommt jede Hilfe zu spät. Er wird von den Rettungskräften tot geborgen.

Nach dem Hausbrand am Montagabend auf dem Maiermunder Hof, bei dem der Hausbesitzer in den Flammen ums Leben kam, hat die Kriminalpolizei Wittlich die Ermittlungen aufgenommen. Denn wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Am Morgen nach dem Brand sind Beamte vor Ort, um nach Spuren zu suchen, die Hinweise auf die Brandursache geben. Das dürfte nicht ganz einfach sein, denn das Haus ist vom Erdgeschoss bis zum Dachstuhl völlig zerstört. Fensterscheiben sind geplatzt, die Wohnräume schwarz vor Ruß.
Menschen sind schockiert

Vor dem Haus türmt sich das, was das Feuer übrig gelassen hat: Es ist nur noch Müll. Die Menschen auf dem Maiermunder Hof, einer kleinen bäuerlichen Siedlung im Hunsrück, sind schockiert. "Alles ging so schnell", sagt eine Nachbarin fassungslos. "Kurz nach sieben Uhr abends bin ich noch an dem Haus vorbeigegangen. Da war noch alles in Ordnung." Anderthalb Stunden später schossen schon die Flammen aus dem Gebälk. Eine junge Frau aus der Nachbarschaft alarmierte die Feuerwehr, der Notruf ging um 20.45 Uhr bei der Gemeinde Briedel ein. Die örtlichen Feuerwehrleute rückten sofort aus, im Einsatz waren außerdem die Stützpunktwehren Büchenbeuren/Sohren, Blankenrath und Zell sowie die Feuerwehren aus Raversbeuren und Hahn.

Flammen breiten sich schnell aus

Rund 150 Hilfskräfte versuchten zu retten, was nicht mehr zu retten war. Zu schnell breiteten sich die Flammen aus.
Ein Opfer der Flammen wurde auch der 79-jährige Hausbesitzer. Der Mann, Vater von sechs inzwischen erwachsenen Kindern, lebte alleine in dem Haus. Seine Frau war bereits vor vielen Jahren gestorben. "Eigentlich wollte er mit mir heute zum Einkaufen nach Sohren fahren", sagt eine Nachbarin traurig.