Altlasten drücken Maring-Noviand

MARING-NOVIAND. Trotz eines drückenden Defizits investiert Maring-Noviand in die Erschließung des Neubaugebietes "An der Römerkelter". Nach dem endlosen Warten auf Bauland am Honigberg sind die Flächen heiß begehrt.

Kaum kann sich der Nachwuchs von Maring-Noviand in erweiterten Räumen austoben, gibt die Gemeinde auch schon Gas für das nächste dringliche Projekt. Die Erschließung des Baugebietes "An der Römerkelter" wird die Gemeinde voraussichtlich 427 000 Euro kosten. Einen Teil davon, 256 000 Euro, will Maring-Noviand über den erwarteten Verkauf von acht Grundstücken einnehmen. "Es ist schon ein starkes Interesse da", sagt Ortsbürgermeister Hans-Josef Edringer. Fünf der insgesamt 22 Grundstücke mit einem Zuschnitt von 550 bis 800 Quadratmeter seien schon vergeben. Eines davon sei sogar bereits notariell in neuer Hand, die übrigen per Kaufvertrag. Es gebe immer noch eine "Riesenresonanz", freut sich der Gemeindechef. Und das trotz des Wegfalls der Eigenheimzulage: "Ich hätte im vorigen Jahr noch mehr machen können", bedauert Edringer, erst jetzt Flächen zur Verfügung stellen zu können. Mit dem Beginn der Arbeiten rechnet er für Mitte bis Ende März. Dann könnten vielleicht im August schon die ersten Bauherren aktiv werden. "Das Baugebiet ist für uns als Gemeinde sehr, sehr wichtig", betont Edringer. Den Bebauungsplan hatte die Gemeinde erst im vorigen Jahr auf den Weg gebracht. Zuvor hatte sie jahrelang Grundstücke am Honigberg ins Auge gefasst, wovon der Rat aber letztlich aus Kostengründen Abschied nehmen musste. Das Defizit der Gemeinde, 346 600 Euro, resultiert vorrangig aus Altlasten. So schlägt allein das Minus von 2004 mit 270 000 Euro zu Buche. Demgegenüber stehen jedoch große Investitionen der Vorjahre. Neben dem Kindergartenanbau ist da vor allem die Erschließung des Gewerbegebietes Medemland zu nennen. Dennoch bleiben Gebühren und Steuerhebesätze in diesem Jahr für die Bürger unverändert. Ein kleiner Wermutstropfen für die Gemeinde ist auch der Forst, der für 2006 mit dem vergleichsweise hohen Minus von 6300 Euro rechnet.