Altstadt in romantischem Glanz

Der Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues dauert in diesem Jahr vier Wochen. Abends sind die knapp 40 Buden jeweils eine Stunde länger offen. An zwei Abenden läuft das Treiben in der Stadt sogar bis 22 Uhr.

Bernkastel-Kues. In fünfeinhalb Wochen ist Weihnachten. Ein Großteil dieser Zeit eignet sich glänzend für einen Aufenthalt in Bernkastel-Kues. Dort lockt vom 24. November bis einschließlich 23. Dezember der Weihnachtsmarkt. Im romantischen Ambiente der mittelalterlichen Altstadt kommt er besonders zur Geltung. In diesem Jahr steht ein Jubiläum an. Die Veranstaltung geht zum 30. Mal über die Bühne.Die knapp 40 Buden verteilen sich über die gesamte Altstadt: Marktplatz, Karlsbader Platz, Bärenbrunnen, Kirchstraße, Schwanenplatz, Grabenstraße. Am Doppelkreuz steht die große Krippe. Ändern werden sich die Öffnungszeiten. Abends sind die Buden jeweils eine Stunde länger geöffnet als bisher: montags bis donnerstags bis 19 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr, sonntags bis 20 Uhr. Beginn ist jeweils um 11 Uhr.Am 1. und 22. Dezember ist sogar bis 22 Uhr geöffnet. An diesen beiden Samstagen dürfte in der Stadt besonders viel los sein. Am 1. Dezember findet das Fackelschwimmen in der Mosel statt, das Tausende ans Ufer lockt. Am 22. Dezember wird um 20.30 Uhr von der Moselbrücke ein Jubiläumsfeuerwerk abgeschossen. An diesem Abend werden circa 30 Einzelhandelsgeschäfte ebenfalls bis 22 Uhr geöffnet sein.Im Vorjahr endete der Weihnachtsmarkt nach gut drei Wochen. Bereits eine Woche vor Heiligabend wurden die Buden abgebaut "Wir haben damals zu früh aufgehört", gibt Wolfgang Pastor, Vorsitzender des Werbekreises der Stadt, zu. Das hätten Gäste, aber auch Einzelhändler und Gastronomen moniert. Es sei auch im Sinne der Einzelhändler, dass der Weihnachtsmarkt abends eine Stunde länger öffnet. "Sie versprechen sich einiges davon", sagt Pastor. Eine der Hauptattraktionen wird wieder der Adventskalender an den 24 Fenstern der Adler-Apotheke auf dem Marktplatz sein. Ab 1. Dezember wird jeden Tag um 17.30 Uhr ein Türchen geöffnet. Eventuell, so Sylvia Westermann, Leiterin des Mosel-Gäste-Zentrums, wird Spitzhäuschen, ein ganz schmales Fachwerkhaus, als "Knusperhäuschen" hergerichtet. Wolfgang Pastor steht zum elften Mal an der Spitze der Organisatoren. "Eine gewisse Routine ist dabei", sagt er, "aber eine gewisse Hektik auch. Schließlich machen wir das nur ehrenamtlich." Aufregung ist bereits für den 25. November programmiert. Nur einen Tag nach der Öffnung müssen die Buden am Totensonntag, wie anderswo auch, geschlossen bleiben. Viele Besucher, die an diesem Tag nach Bernkastel-Kues kommen, wissen dies aber nicht.

Mehr von Volksfreund