Am Anfang stand ein Wirtshaus

Gertrud Hoffmann stellte ihr neues Buch "Vom Klausener Wirtshaus zum Kloster der Dominikanerinnen" vor. Mehr als 50 Interessierte folgten im Klausener Pfarrsaal ihren fundierten Ausführungen.

Klausen. (cls) Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Alois Meyer erklärte Gertrud Hoffmann, wie es zur Entstehung des Buches kam: Nachdem sie im September 2006 an einer Führung durch die leer stehenden Klostergebäude teilgenommen hatte, war ihr Interesse an der Geschichte des Gebäudes geweckt. Mit Unterstützung ihres Mannes begann sie zu recherchieren und musste umdenken: "Aus der beabsichtigten Klostergeschichte des 20. Jahrhunderts wurde dann auch eine Wirtshausgeschichte des 19. Jahrhunderts, da das Kloster aus einer ehemaligen Gaststätte entstanden war." Bei ihren Nachforschungen in vielen privaten und öffentlichen Archiven fügte sie viele "Mosaiksteinchen" zusammen. Sie entdeckte dabei auch die Originalurkunde der Schenkung des Grafen von Esch an den Klausener Eberhard. Ihre Recherchen ließen sie zu dem Resümee kommen, dass Klausen im nächsten Jahr auf eine 550 Jahre alte Wirtshausgeschichte zurückblicken kann.

Die Autorin dankte den vielen Personen, die ihr auf vielfältige Weise bei der Erstellung des Buches behilflich waren und ihr viele Schriftstücke und Unterlagen zur Verfügung stellten. Besonders begrüßte sie Christine Becker aus Osann-Monzel, die als Kind neben dem Kloster wohnte und dort die Klostergründung 1917 miterlebte. Auch Angela Gilles, die jahrzehntelang im Kloster mitarbeitete, sowie Werner Simon, der aus seiner Postkartensammlung das Foto des ehemaligen Gasthauses zur Verfügung stellte, dankte sie für ihre Informationen.

Musikalisch gekonnt umrahmt wurde die Buchvorstellung von der Klausener Musiker-Familie Follmann.

Das Buch, das in einer Auflage von 700 Stück von der Ortsgemeinde Klausen herausgegeben wurde, umfasst 143 Seiten und ist ab sofort im "Dorfladen Klausen" zum Preis von zwölf Euro erhältlich.