Am Samstag,14. September, steigt in Salmtal erstmals ein deutsch-amerikanisches Fest.

Veranstaltung : Im Salmtal steigt ein deutsch-amerikanisches Fest

Das wird ein ganz großes Ding: Am Samstag,14. September, steigt in Salmtal erstmals ein deutsch-amerikanisches Fest. Jenseits der großen Politik soll es das gute Miteinander der Menschen aus zwei Nationen widerspiegeln, die seit Jahrzehnten zusammenleben.

Sie kommen als Fremde, gehen häufig als Freunde, und Kontakte bleiben oft ein Leben lang: Seit Jahrzehnten leben die Menschen in der Region mit den Amerikanern, die auf der Air Base Spangdahlem stationiert sind. „Die Amerikaner leben in unseren Dörfern und sind ein Teil unseres Lebens,“ sagt Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Außerdem seien sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region, und es gebe weniger Leerstände, was vielen Dörfern zu Gute komme.

Ein Grund, weshalb Junk auf die Idee kam, erstmals ein deutsch-amerikanisches Fest zu veranstalten. Hinzu kam, dass in einer Besprechung in Mainz über eine Wanderausstellung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gesprochen wurde, die sich mit „100 Jahre Amerikaner in Rheinland-Pfalz“ beschäftigt. Das Innenministerium lädt regelmäßig Bürgermeister der Gemeinden zu Gesprächen ein, die an amerikanische Stützpunkte angrenzen. Diese Ausstellung soll das Kernstück des Festes werden, das am 14. September in Salmtal rund um das Stadion und die IGS gefeiert wird, und dessen Planung auf Hochtouren läuft.

Warum Salmtal? „Wir haben uns aus strategischen Gründen für Salmtal entschieden“, sagt Junk. Es liege zentral, und das Gelände sei ideal.

Einerseits das Stadion mit der überdachten Tribüne, die großen Flächen drumherum, Parkmöglichkeiten und die Integrierte Gesamtschule (IGS) seien ideal. Außerdem passe es gut in den Rahmen der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Salmtal.

Die Wanderausstellung (siehe Info) wird nicht nur am Festtag, sondern auch noch zwei Wochen danach in der IGS zu sehen sein. Junk hofft, dass viele Schulen im Kreis das Thema in den Unterricht integrieren und die Ausstellung besuchen. Außerdem ist er mit Wittlich-Stadt und Land im Gespräch, um Veranstaltungen zum Thema zu konzipieren.

Doch die Ausstellung ist nur ein Teil des Programms. Nach deren Eröffnung wird es sportlich: Dann tritt die deutsche Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister – deren Mitglied Dennis Junk ist – im Salmstadion gegen eine Auswahl der amerikanischen Streitkräfte an. Eventuell wird es auch noch ein Vorspiel zwischen deutschen und amerikanischen Kindern geben. Aus eigener Erfahrung weiß Junk: „Sport verbindet.“

Das Fest soll jenseits der großen Politik an der Basis das funktionierende Miteinander zwischen Menschen aus zwei ganz unterschiedlichen Nationen in den Mittelpunkt stellen. Es soll bodenständig sein und für alle Bürger. Das ist Junk sehr wichtig.

Darüber hinaus gebe es viele gut funktionierende Kooperationen. Und die sollen sich auch auf dem Fest wiederfinden: Beispielsweise die Feuerwehren, die gemeinsame Übungen auf der Air Base absolvieren, und die Polizei kann sich und ihre Arbeit an Informationsständen präsentieren.

Mit dabei ist auch der Host Nation Council, der seit 2003 bestehende Verein, der sich der Bedeutung der Anwesenheit der amerikanischen Streitkräfte in der Region und dem hohen Stellenwert der deutsch-amerikanischen Freundschaft widmet.

Es soll auch viele praktische Tipps für Amerikaner geben, die neu in Deutschland sind. Schließlich sei es doch das Beste, was passieren könne, wenn die amerikanischen Mitbürger nach ihrer Zeit in Spangdahlem sagen: „Mensch, in der Eifel, war es doch schön!“

Freundschaft geht natürlich auch durch den Magen. Von Käse über Eis bis zu Bier und Viez wird es ein kulinarisches Angebot geben, das widerspiegelt, was die Region alles zu bieten hat. Ergänzt wird die Palette durch Foodtrucks. Das musikalische Programm steht noch nicht, auch die Suche nach Schirmherren laufe noch, so Junk.

Der gesamte Erlös des Festes soll Kindern zugute kommen: hilfsbedürftigen Kindern in der Region und eventuell auch im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda.
Und wer weiß, vielleicht entstehen ja bei dem  fröhlichen, ungezwungenen Fest noch ein paar Freundschaften mehr – es bietet auf jeden Fall den idealen Rahmen dafür.

Da es ein Fest mit und für alle Bürger werden soll, freut sich Bürgermeister Dennis Junk über weitere Anregungen. Wer Ideen hat, kann sich an Carina Alt-Linden wenden, Telefon 06571/107-132, E-Mail: carina.alt-linden@vg-wittlich-land.de