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Am Trarbacher Moselufer entsteht ein provisorischer Parkplatz

Stadtentwicklung : Am Trarbacher Moselufer entsteht ein provisorischer Parkplatz

Anwohner können circa 80 Autos während der mehrjährigen Straßenbauarbeiten unterhalb der Brücke abstellen. Derzeit wird der Bedarf der Bürger ermittelt.

Eng ist es im Stadtteil Trarbach. Wo parken die Bürger bloß ihre Autos, fragt sich der Besucher. Die Situation wird sich erst einmal noch verschärfen. Denn die Hauptdurchgangsstraßen werden in den kommenden Jahren saniert (der TV berichtete). Auch im Untergrund, an den Kanälen für Wasser und Abwasser, wird gearbeitet. Der Anfang wird ab circa November in der Schottstraße gemacht. Es wird abschnittsweise gebaut — zuerst zwischen Markt und dem Getränkemarkt. Die Anwohner im oberen Teil haben also noch etwas Ruhe. Unbefahrbar wird die Straße allerdings für bis zu 20 Monate.

Und wo stellen die Anwohner in der Zeit ihre Autos ab? Auf einem neuen Parkplatz, der im Auftrag des Landesbetriebs Mobilität (LBM) am Trabacher Moselvorgelände errichtet wird — auf dem unterhalb der Brücke liegenden Gelände. Wer es noch genauer wissen will: Es ist die Wiese zwischen dem Musikpavillon und der Brücke. Dort steht bei der Gewerbeschau das große Zelt.

Der Plan, dort für die Zeit der Bauarbeiten einen Parkplatz mit Rasengittersteinen herzurichten, besteht schon länger. „Sie werden vor der Vollsperrung der Schottstraße fertig gestellt sein“, verspricht LBM-Fachgruppenleiter Marc Kuhn.  Es gebe eine Absprache mit der Stadt und der Verbandsgemeindeverwaltung. Danach werde das Ordnungsamt das Gelände überwachen.

Denn klar dürfte sein. Ein Parkplatzgelände, das nicht voll besetzt ist, was tagsüber durchaus der Fall sein dürfte, wird speziell in der Saison von Ostern bis Ende Oktober und während des Weihnachtsmarktes auch andere Verkehrsteilnehmer anlocken. Das soll aber verhindert werden. „Mit  großen Informationstafeln wird  auf die neue Situation hingewiesen“, sagt Kuhn. Man müsse dann abwarten, wie sich die Situation entwickelt, sagen Stadtbürgermeister Patrice Langer und Bauamtsleiter Frank Thullen.

82 Parkplätze könnte das Gelände hergeben.  Eine Zufahrt von der B 53 besteht bereits. Derzeit, so Frank Thullen, werde der Bedarf der Anwohner der Schottstraße ermittelt. Dazu werden sie angeschrieben und um Rückmeldung gebeten.  Melden sich 80 Bürger mit je einem Auto, werde die Verteilung kein Problem sein. Gibt es in einer Familie mehrere Wagen, was eher die Regel statt die Ausnahme sein dürfte, muss sich der Stadtrat noch über ein Auswahlverfahren Gedanken machen.

Eines steht schon fest. Mit dem Ende der Arbeiten in der Schottstraße wird der Platz nicht ausgedient haben und zurückgebaut werden. Denn dann geht es in der Grabenstraße, in der Weiherstraße und in der Moselstraße weiter. Auch deren Bewohner sollen ihre Autos kostenlos auf dem provisorischen Parkplatz abstellen können. Erst danach soll das Gelände wieder in seinen jetzigen Zustand versetzt werden.