Ampel irritiert ortsfremde Fahrer

BERNKASTEL-KUES. (cb) Die Unfälle am Bernkasteler Brückenkopf häufen sich wieder. Mit drei optischen Veränderungen sollen die Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie sich an einem besonderen Gefahrenpunkt befinden.

Den jüngsten Verkehrsunfall am Brückenkopf im Stadtteil Bernkastel haben Polizei, Straßenmeisterei und Ordnungsbehörde zum Anlass genommen, nach Verbesserungen in diesem Gefahrenbereich zu suchen. Ein US-Amerikaner war mit seinem PKW auf dem Gestade aus Richtung Graach kommend in Richtung Andel unterwegs und achtete nicht auf die Vorfahrt eines Wagens, der von Andel in Richtung Kues unterwegs. Bei dem heftigen Zusammenstoß wurde ein Kind schwer verletz, eine weitere Person kam mit leichteren Verletzungen davon. Der Sachschaden belief sich auf etwa 25 000 Euro. Der Amerikaner gab an, die "Grün" zeigende Ampel am Fußgängerüberweg für eine Lichtsignalanlage gehalten zu haben, die die Vorfahrt im Kreuzungsbereich regelt. In diesem Jahr häufen sich die Unfallzahlen an dem Brückenkopf wieder. Seit Juni registrierte die Polizei dort sechs Unfälle, die alle auf die Fehlinterpretation der Ampel zurückzuführen sind.Überdimensionales Stopp-Schild

Die Unfälle wurden von Ortsfremden verursacht, zweimal von US-Amerikanern, je einmal von einem Franzosen, einem Niederländer, einem Belgier und einem Pfälzer. Am Bernkasteler Brückenkopf kam es fortlaufend zu Verkehrsstaus, weil die Fußgänger nicht gebündelt über den Fußgängerüberweg gingen. Eine Abhilfe war nur durch die Installation eines Überweges mit Signalanlage möglich. Schon kurz nach Inbetriebnahme der Ampel kam es dort vermehrt zu Unfällen, die auf die Missdeutung der Ampel zurückzuführen waren. Als Abhilfe wurde die über der Fahrbahn schwebende Ampel weggenommen und durch das Zeichen "Fußgänger" ersetzt. Dies sorgte zunächst für Abhilfe. Damals wurde ins Gespräch gebracht, den Fußgängerüberweg in Richtung Andel zu verlegen. Die Erfahrung zeige aber, so die Polizei, dass Fußgänger nicht gern Umwege in Kauf nähmen, um über eine Straße zu gelangen. Weil sich die Unfallzahlen nun wieder häufen, haben sich Vertreter von Polizei, Verbandsgemeinde-Verwaltung und Straßenmeisterei vor wenigen Tagen zusammengesetzt. Ergebnis: Am Brückenkopf (aus Richtung Graach) wird ein überdimensionales Stopp-Schild angebracht. Dort steht bisher nur das Schild "Vorfahrt gewähren". Auf der Fahrbahn wird der Schriftzug "Stopp" angebracht. Zudem wird an der Einmündung eine Haltelinie aufgemalt. "Dadurch hoffen wir, die Gefahrensituation etwas entschärfen zu können", sagt Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues.