An das bisher Erreichte anknüpfen

An das bisher Erreichte anknüpfen

Der Startschuss für den nächsten Ideenwettbewerb "Zu Hause alt werden" ist gefallen. Zum fünften Mal können sich Initiativen und Gemeinden bewerben, die zur Stärkung der örtlichen Nahversorgung beitragen.

Bernkastel-Wittlich. Rund 70 Gäste waren gekommen, um sich zu den Möglichkeiten einer erfolgreichen Bewerbung im fünften Ideenwettbewerb "Zu Hause alt werden" zu informieren. Auch wenn sich ein Großteil der Senioren bis ins hohe Alter bei guter Gesundheit, aktiv in das Zusammenleben in den Dorfgemeinschaften einbringt, so kommt der Frage, wer hilft, wenn die Dinge des täglichen Lebens nicht mehr ohne Unterstützung bewerkstelligt werden können, eine zentrale Bedeutung in einer immer älter werdenden Gesellschaft zu.
Zwei Angebote vorgestellt


Um ausreichend Hilfsmöglichkeiten in den Gemeinden des Landkreises Bernkastel-Wittlich zu gewährleisten wurde nun der Startschuss für den fünften Ideenwettbewerb "Zu Hause alt werden" in einer Eröffnungsveranstaltung im Kreishaus gegeben. 70 Gäste waren der Einladung von Landrat Gregor Eibes gefolgt, um sich über bewährte Dorfprojekte sowie die Möglichkeiten einer erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb zu erkundigen.
Bislang wurden in vier Ideenwettbewerben 37 "sorgende Gemeinschaften" prämiert, die sich im besonderen Maße dafür einsetzten, dass auf Hilfe angewiesene Mitbürger im Bedarfsfall auf Angebote der Unterstützung zurückgreifen können.
Zwei der prämierten Angebote wurden näher vorgestellt, um zur Nachahmung anzuregen. Ilona Lauxen, Ortsbürgermeisterin der Gemeinde Hontheim und Teilnehmerin des ersten Ideenwettbewerbes, stellte die Initiative "Länger zu Hause leben - zu Hause alt werden" vor, die den über 70-Jährigen der Gemeinde Hontheim ein breit gefächertes Angebot an hauswirtschaftlichen Hilfen, Hol- und Bringdiensten oder Sportangeboten bietet.
Sabine Rodermann, Preisträgerin des vierten Ideenwettbewerbes stellte den Wettbewerbsbeitrag "Zuhause leben bis zuletzt" vor, der vom Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst der Caritas-Sozialstation Wittlich/Ökumenischer Hospizdienst Wittlich eingebracht wurde und kreisweit Schulungsangebote für Angehörige und Interessierte zu den Schwerpunktthemen körperliche Veränderungen, Symptome, Schmerzen, Behandlung und Linderung anbietet.
Durch den fünften Ideenwettbewerb soll an dem bisher Erreichten angeknüpft werden. Bis zum 30. September können Gemeinden, örtliche Initiativen oder Vereine bereits bestehende Hilfsangebote oder ganz neue Ideen, die zur Stärkung der örtlichen Nahversorgung in die Tat umgesetzt werden sollen, in den Wettbewerb einbringen. Hierfür gibt es ein Wettbewerbsformular, das in der Veranstaltung erläutert wurde.
Die Bewerbungen, die sich im Rahmen der Angebotsauswahl durch den Fachausschuss für soziale Angelegenheiten und Gesundheit sowie den Kreisausschuss entlang der Auswahlkriterien als besonders wirkungsvoll darstellen, können mit bis zu 3000 Euro Preisgeld gefördert werden. Insgesamt sind 24 000 Euro bereitgestellt, um möglichst viele Gemeinden unterstützen zu können.
Die Auswahlkriterien sind: Chancen der Realisierung, Nachhaltigkeit, Kosten-Nutzen-Relation, Übertragbarkeit/Wiederholbarkeit und Nutzen für Senioren. red
Für die Vermittlung der Kontaktdaten und für den Erhalt des Wettbewerbsformulars steht Sozialplaner und Projektleiter Mirko Nagel, Telefon 06571/14-2408, E-Mail: Mirko.Nagel @ Bernkastel-Wittlich.de, zur Verfügung.
Das Wettbewerbsformular sowie weitergehende Informationen können über den Internetlink <%LINK auto="true" href="http://www.bernkastel-wittlich.de/zuhause-alt-werden.html" text="www.bernkastel-wittlich.de/zuhause-alt-werden.html" class="more"%> abgerufen werden.

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