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An den Fahnen scheiden sich die Geister

An den Fahnen scheiden sich die Geister

Etwa 10 000 Euro an Sponsorengeldern helfen, das Weinfest-Defizit zu mindern. Nicht überall wird aber gerne gesehen, dass die Sponsoren als Gegenleistung unter anderem mit Fahnen für sich werben dürfen.

Bernkastel-Kues. Das Weinfest der Mittelmosel ist ein riesiger Werbeträger für die Stadt und die Region. Viel Geld fließt in diesen Tagen in die Kassen. Die Stadtkasse von Bernkastel-Kues verzeichnet dennoch ein Defizit: etwa 80 000 Euro pro Jahr. Deshalb treten seit drei Jahren Sponsoren mit auf den Plan.

Dadurch, so Stadtbürgermeister Wolfgang Port, kommen etwa 10 000 Euro zusammen. Je nach Summe können die Sponsoren auch Fahnen ihres Betriebs auf der Brücke hissen lassen. So hängen dort unter anderem Fahnen eines Möbelhauses aus dem Hunsrück.

Einigen Leuten ist das ein Dorn im Auge. "Müssen wir die Brücke mit solcher Werbung dekorieren", fragt Frank Hoffmann, ehemaliger Stadtrat und Mitglied des Werbekreises. Die Stadtkulisse werde mit solchen Werbebannern verschandelt. Man müsse sensibler mit solch einem Thema umgehen, wünscht sich Norbert Hansen, Mitglied des Stadtrates und des Werbekreises.

"Wir müssen das Weinfest finanzieren", entgegnet Stadtbürgermeister Port. Ohne Sponsoren werde das immer schwieriger. In der Stadt sei es nicht einfach, genug Sponsoren zu gewinnen. "Mich ärgert das nicht, ich kann damit leben", sagt Werbekreis-Vorsitzender Wolfgang Pastor.