An der Ortsumgehung wird weiter gearbeitet

Wittlich · Geduld. Das könnte das Schlagwort werden für alle Auto- und Lastwagenfahrer, die von Wittlich oder der A 1 in Richtung Mosel unterwegs sind. Und auch für die Anwohner von Wengerohr. Da die beiden Kreisel am RWE-Umspannwerk bei Altrich und am Aldi-Zentrallager saniert werden, wird der Verkehr die kommenden Wochen weiträumig umgeleitet.

Die Strecke zwischen Wittlich und Altrich ist wegen Gewährleistungsarbeiten komplett gesperrt und bedeutet für die Autofahrer erneute Unanehmlichkeiten. TV-Foto: Klaus Kimmling

Wittlich. Die Anwohner der Bernkasteler Straße in Wittlich-Wengerohr dürften sich die kommenden mindestens zwei Wochen in alte Zeiten zurückversetzt fühlen. In die Zeit vor der Ortsumgehung, als täglich mehr als 15 000 Fahrzeuge, darunter zahlreiche Lastwagen, an ihren Häusern vorbeidonnerten.
Seit dem Wochenende sind die L 53/L 52 zwischen dem Kreisel St. Paul und Altrich sowie die L 52/L 53 zwischen dem Kreisel am Aldi-Zentrallager bis zum Kreisel nahe Platten voll gesperrt. Der Verkehr muss sich neue - oder eher altbekannte - Wege suchen, wie eben früher mitten durch Wengerohr. Durch den Stadtteil führt die Umleitung für alle Auto- und Lastwagenfahrer, die entweder von Wittlich beziehungsweise der Autobahnabfahrt Wittlich-Mitte Richtung Platten, Altrich, Klausen oder zur Mosel und umgekehrt fahren wollen.
Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat die Umleitungen ausgeschildert. Größere Staus oder Probleme erwartet Valentin Bidinger vom LBM in Trier nicht: "Die Ortskundigen wissen, wie sie fahren müssen", sagt er. Einzig in Wittlich könne es zu längeren Wartezeiten an den Ampeln kommen.
Ziel: Zur Säubrennerkirmes fertig



Angekündigt sind die Sperrungen und Umleitungen bis Freitag, 22. August. Das Ziel des LBM ist allerdings ein anderes: "Wir wollen die Strecke möglichst vor der Säubrennerkirmes freigeben", sagt Bidinger. Diese beginnt am Freitag, 15. August. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, muss allerdings das Wetter mitspielen.
Schon am Wochenende wurde mit den ersten Fräsarbeiten an den beiden Kreisverkehren am Aldi-Zentrallager in Wittlich sowie am RWE-Umspannwerk nahe Altrich begonnen. Deren Sanierung ist Grund für die umfangreiche Streckensperrung. "Die Asphaltschicht wird an den beiden Kreisverkehren erneuert", erklärt Valentin Bidinger vom zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier.
Die Arbeiten bilden den Abschluss einer ganzen Reihe von Maßnahmen in diesem erst 2008 fertiggestellten Abschnitt, die im vergangenen Herbst begonnen hatten: Am vergangenen Freitag wurde die halbseitige Reparatur am St.-Paul-Kreisel beendet (der TV berichtete), nun sind als Letztes die beiden Kreisverkehre am Aldi-Zentrallager und dem RWE-Umspannwerk dran.
Obwohl die Strecke erst gute fünf Jahre alt ist, waren an der Fahrbahn bereits Schäden aufgetreten - Bidinger spricht von "Rissen und Unebenheiten". Die Gesamtkosten für die Gewährleistungsarbeiten belaufen sich laut Bidinger "auf ein paar hunderttausend Euro". Geld, das zunächst die schon damals mit dem Bau des Abschnitts beauftragte Firma zahlen muss.
Dabei ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen, wie Bidinger einräumt: "Darüber gibt es noch Uneinigkeit." Derzeit laufe dazu noch ein Gutachten - Rechtsstreit nicht ausgeschlossen.