Andacht und Genuss beim Dekanatssingen in Plein

Andacht und Genuss beim Dekanatssingen in Plein

In Plein trafen sich fünf Kirchenchöre des Dekanats Wittlich, um barocke Werke eines lateinamerikanischen Komponisten zu präsentieren. Das Dekanatssingen, eingebunden in den Gottesdienst, wurde zu Andacht und Genuss zugleich.

Plein. (ger) Beim Dekanatssingen der Kirchenchöre in der Pleiner Kirche am Sonntag haben fünf Chöre den Gottesdienst mit Musik eines in Italien geborenen Barockkomponisten, der in Lateinamerika lebte, gestaltet.

Die Missa in F von Domenico Zipoli (1688-1726) aus Bolivien beeindruckte einerseits mit unverkennbar barocken Melodien, jeweils von einem der Chöre unter dem barock gestalteten Hochaltar vorgetragen. Andererseits wurde bereits beim Kyrie, homogen und volltönend interpretiert vom Gesangverein Hasborn (Leitung: Thomas Ostermann), der feine Unterschied zu europäischen Kompositionen deutlich.

Es erklangen zwar keineswegs bekannte südamerikanische Melodien, aber die schwungvolle Art der Interpretation des Barockwerkes war bemerkbar. Der Kirchenchor Plein (Leitung: Reinhold Schneck) setzte dies fort und intonierte harmonisch und wohlklingend das Gloria.

120 Stimmen singen Laudate Dominum



Dem reihten sich in der wohltuenden Akustik der Pleiner Kirche die Chöre aus Laufeld (Leitung: Hans-Peter Weinand) mit dem Sanctus und Niederöfflingen (Leitung: Gabriele Schwabauer) mit dem Agnus Dei ein.

Beim Kirchenchor aus Bruch (Leitung: Ulrich Junk) wurde mit dem Ave Maria von Caccini (1545-1618) ein anderer Akzent gesetzt, von Intonation und Tempo her europäischer interpretiert. Zum Schluss strömten aus den Kehlen von mehr als 120 Sängerinnen und Sängern Zipolis Melodien, als alle Chöre gemeinsam das "Laudate Dominum" sangen. Die Chöre wurden von einem Kammerorchester der Kreismusikschule begleitet. An der Orgel spielte Michaela Schneck.

Das Dekantssingen stand unter dem Zeichen der Partnerschaft des Bistums Trier mit der Kirche und den Menschen Boliviens.