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Anlieger fordern Sachverständigen

Anlieger fordern Sachverständigen

Heinzerather Anlieger wollen gegen Bescheide der Gemeinde nach dem Ausbau dreier Straßen Widerspruch einlegen. Bürgermeister Andreas Hackethal empfiehlt, dass das Verfahren nicht weiter öffentlich diskutiert werden soll.

Heinzerath. Derzeit ist kein Ende im Streit um die Anliegerkosten nach dem Ausbau dreier Ortsstraßen in Heinzerath abzusehen. "Ohne einen externen Sachverständigen kommen wir da nicht weiter", sagt Manfred Kräber, einer der Betroffenen. Zwar hat eine Kontrollmessung der Gemeinde und des von dieser beauftragten Planungsbüros Jakobs-Fuchs ergeben, dass die Fläche in der Valeriusstraße sogar noch 22 Quadratmeter größer sei als die Fläche, die auf die Anlieger umgelegt wurde. Doch halten diese weiterhin an ihrer Kritik fest, es würde mit 536 Quadratmetern zu viel Fläche berechnet. Zum einen bestreiten sie, dass eine 114 Quadratmeter große Hoffläche eines Anliegers umgelegt werden dürfe. Zum anderen liegen den Anliegern inzwischen Ratsunterlagen vor, aus denen hervorgehe, dass die beitragspflichtige Fläche bereits 7,90 Meter früher ende als diesen bisher "verkauft" worden sei, heißt es in einer Erklärung, hinter der laut Kräber alle betroffenen Anlieger stehen. Insgesamt seien nach der Rechnung der Anlieger nur 365,40 Quadratmeter beitragspflichtig. Dabei handele es sich bei der Position Asphaltfläche lediglich um eine von 63 Rechnungspositionen, von denen weitere Positionen ebenfalls zu hoch angesetzt seien oder für die die Beitragspflicht bestritten werde, heißt es weiter. Man wolle einen Widerspruch formulieren, dem sich alle Betroffenen anschließen können, sagt die Anliegerin Britta Franz.
Am Dienstag ist die Fläche der Valeriusstraße ein weiteres Mal nachgemessen worden, wegen einer "Plausibilitätskontrolle", wie der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal sagt. Das Ergebnis habe ergeben, dass die Schlussrechnung mit den Aufmaßen korrekt sei, sagt er. Zudem empfiehlt Hackethal, dass das Verfahren nicht weiter öffentlich diskutiert werde, sondern der den Anliegern zustehende Rechtsweg abgewartet werden sollte. Hackethal: "Beitragsbescheide lassen sich nicht über die Medien klären." cst