Anwohner können mitreden

Die Ortsgemeinde Brauneberg will in ihrer Ortsmitte Ordnung schaffen. Die frühere Trasse der Moselbahn soll als normale Straße ausgebaut werden. Außerdem ist ein neuer Image-Prospekt in Arbeit, der bis Februar vorliegen könnte.

Brauneberg. Die ehemalige Brauneberger Bahntrasse soll ins Ortsbild integriert werden. Sie verläuft teils parallel zur Ortsdurchfahrt und ist bis zu 16 Meter breit. Oberhalb des früheren Festplatzes ist sie noch gut zu erkennen. Laut Ortsbürgermeister Udo Schiffmann wurde die Strecke zwar vor Jahren nur notdürftig bituminös befestigt. Während des Hochwassers 1993 diente sie als Ausweichstrecke. Im Grunde sei das aber nichts anderes als ein Feldweg, stellt Schiffmann fest. Daher soll sie heutigen Erfordernissen entsprechend ausgebaut werden - allerdings in einer für eine Ortsstraße üblichen Breite. Dadurch könnten eventuell auch einige Baugrundstücke mitten im Ort geschaffen werden. Da die Trasse bisher nicht komplett erschlossen wurde, müssten teils auch neue Kanalrohre verlegt werden. Erste Häuser gab es dort schon zu der Zeit, als die Bahn noch fuhr. Ihre Bewohner leben jedoch an drei Straßen: Hans Schlösser Weg, Burgfriedenspfad und Gartenweg.
Der Rat hatte bereits 2011 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die nun vorgestellt wurde. Die Anwohner, von denen etliche die Sitzung verfolgten, stehen den Plänen laut Schiffmann positiv gegenüber. Während der Wintermonate will der Rat mit den Bürgern in eine Moderation einsteigen.
Ebenfalls eingehend beraten wurden Entwürfe für einen neuen Image-Prospekt. Der bisherige ist acht Jahre alt und wird komplett neu gestaltet. Den Vorstellungen des Rates nach soll der neue Prospekt etwa 20 Seiten dick sein. Die Kosten schätzt Schiffmann auf 10 000 Euro. Vielleicht liege er schon ab Januar oder Februar vor.
Noch ist hingegen völlig offen, ob es in der Weinlage Brauneberger Juffer einen "Römischen Nutzgarten" geben wird. Die geplante Beratung wurde vertagt. Hintergrund sind laut Schiffmann Überlegungen, dort Datteln, Feigen, Oliven- oder Zitronenbäume zu pflanzen. Allerdings gebe es nach dem ungewöhnlich kalten vorigen Winter auch Bedenken. Selbst einige ältere Pflanzen hatten das nicht überstanden. Das Projekt sei privat angeregt worden. Die Gemeinde verfüge in dem Bereich noch über eigene Parzellen.