Anwohner wollen keine Windkraft

Zwischen der Mosel und dem Hunsrück soll bald ein Windpark weiterentwickelt werden. Der Höhenzug am Ranzenkopf gilt als besonders geeigneter Standort für diese erneuerbare Energie. Anwohner kritisieren das Projekt.

Morbach/Bernkastel-Kues. Im Bereich der Ortsgemeinden Horath, Veldenz und Gornhausen drehen sich bereits die Rotoren der ersten dort gebauten Windkraftanlagen. Aber es sollen noch mehr werden. Der Windpark Wintrich will 14 Anlagen bauen, elf weitere Anlagen sind von der Energie Bernkastel-Wittlich geplant, eine Anstalt öffentlichen Rechts. Dagegen wehrt sich neben dem Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) auch die Bürgerinitiative Wald-in-Not (der TV berichtete mehrmals). Sie hat über ihren Anwalt Einspruch einlegen lassen. Er kritisiert die Vorgehensweise im Genehmigungsverfahren.
Die von der Kreisverwaltung "an den Tag gelegte Eile" um die Anlagen zu genehmigen sei nicht nachvollziehbar, heißt es in dem Schreiben. Die BI fordert, dass die Kreisverwaltung im Rahmen der gebotenen Amtsermittlung darauf hinwirke, dass eine rechtmäßig und ausermittelte Entscheidung getroffen werde. Das soll im Rahmen einer gerichtlichen Kontrolle überprüft werden. Offenbar sei eine minimale Frist zur Stellungnahme von insgesamt lediglich einer Woche versagt worden. Konkret geht es dabei um acht Anlagen auf den Gemarkungen Haag, Merscheid und Elzerath, gegen deren Bau sich die BI einsetze.
Der Nabu habe zudem auf die intensive Nutzung des Gebiets durch den Schwarzstorch hingewiesen. Die bislang erfolgten Begutachtungen seien aus Sicht der Bürgerinitiative nicht ausreichend. Auch seien die Raumnutzungsanalysen nicht ausreichend gewesen. hpl