Apfelmost zu Hausmannskost

GORNHAUSEN. Seit 25 Jahren lässt sich der Gornhausener Heimatverein immer wieder etwas Neues einfallen fürs Erntedankfest. Den Erlös steckt er in Projekte wie Dorfverschönerung oder Ortschronik.

Das Kartoffelschäl-Team steht bereit, und die Quizfragen fürs Preisrätsel sind längst formuliert. Zeitig vor der Jubiläumsfeier "25 Jahre Herbst- und Erntedankfest" am 1. Oktober haben die Aktiven des "Heimat- und Verkehrsvereins Gornhausen Fronbachtal" alles im Griff. Mit einem Vierteljahrhundert Erfahrung im Rücken und Helfern, von denen es etliche locker auf das Dreifache an Jährchen bringen, lässt sich ein großes Fest auf die Beine stellen. Jeder weiß, was er zu tun hat. Während die einen sich um Reibekuchen und Festtagsessen kümmern, sorgen andere dafür, dass ausreichend Honig und Hausmacherwurst angeboten werden können oder Kreatives für den Basar. Ein anderes Team trifft derweil Vorbereitungen für den Apfelmost, der den ganzen Tag über angeboten wird. Ganz schön viel Arbeit für den Verein eines Dorfes mit nur gut 200 Einwohnern. Dabei wirbeln die rund 160 Vereinsmitglieder nicht nur im Herbst herum. Abgesehen von dem Chor, der sich aus ihrer Mitte gegründet hat, packen sie das ganze Jahr über mit an, um ihr Dorf voran zu bringen. Sei es, dass sie Bänke aufstellen und diese wie die Wanderwege pflegen oder Ortseingangsschilder gestalten und montieren. Auch das heutige Aussehen des Brunnens am Haager Weg geht, wie Vorsitzender Erwin Unkelhäußer erzählt, auf das Konto des Vereins. Nicht zu vergessen die vielen Vogelhäuschen, die Klaus Pieritz vor Jahren mit Jugendlichen gebaut hat und die überall in und um Gornhausen zu finden sind. "Die Kinder sind damals an mich heran getreten", erinnert sich der Mitbegründer des Heimatvereins. Über seine handwerklichen Aktivitäten hinaus hat der Verein es zudem nicht versäumt, mit dem Computer-Zeitalter Schritt zu halten. Unter www.gornhausen.de wirbt der Ort im Internet weltweit um Urlauber. Für diese hält er selbst kreierte Faltblätter, Wander- und Postkarten sowie einen Schaukasten mit einer Panoramakarte bereit. Obwohl schon so vieles realisiert wurde, gehen dem Verein die Ideen nicht aus. Eines der Projekte, die dem Vorstand am Herzen liegen, ist die Beschilderung von Sehenswürdigkeiten. So soll auf den "Kaisergarten" hingewiesen werden, die beiden Kirchen oder die ältesten Häuser im Dorf wie den früheren Stierstall. Außerdem setzt sich der "Heimatverein", wie ihn im Dorf alle nur nennen, für den Erhalt der alten Getreidemühle und die Herausgabe einer Ortschronik ein. Das Geld für solche Projekte fließt vorwiegend aus den Erlösen des Erntedankfestes in die Vereinskasse.