Appasionta – von der Renaissance bis zur Moderne Musikschule

Konzert : Anspruchsvoll und überzeugend

Unter dem Titel „Appassionata – von der Renaissance bis zur Moderne“ begeisterten das auf alte Musik spezialisierte Ensemble „Favole musicali“, die Oboistin Sandra Klein und ein Posaunen-Ensemble unter der Leitung von Jochen Hofer  in der Kirche Maria Himmelfahrt in Neumagen-Dhron.

Unter dem Titel „Appassionata – von der Renaissance bis zur Moderne“ begeisterten das auf alte Musik spezialisierte Ensemble „Favole musicali“, die Oboistin Sandra Klein und ein Posaunen-Ensemble unter der Leitung von Jochen Hofer  in der Kirche Maria Himmelfahrt in Neumagen-Dhron.

„Favole musicali“ um den ehemaligen Schüler der Musikschule Johannes Herres, der aus Neumagen-Dhron stammt und langjähriger Schüler von Marianne Jostock war, beeindruckte als bestens auf einander eingespieltes Quartett in der Besetzung Johannes Herres (Blockflöten), Sophie Roth (Traversflöte), Ena Markert (Barockcello) und Kerstin Huwer am Cembalo. Hoch virtuos, homogen und mit großer Spielfreude interpretierte dieses noch junge Ensemble aus Studenten an den Musikhochschulen in Mainz und Frankfurt Werke von G.F. Händel und J.J. Quantz. Man kann gespannt sein auf die weitere Entwicklung dieses aufstrebenden Ensembles. Johannes Herres beeindruckte zudem als Solist mit zwei Sätzen aus der Sonate a-Moll von G. Ph. Telemann.

Zwei weitere Solowerke interpretierte die aus Bernkastel-Kues stammende ehemalige Schülerin der Musikschule, Sandra Klein, die aktuell stellvertretende Solo-Oboistin im Orchester der „Neue Philharmonie Westfalen/Theater Gelsenkirchen“ mit Verpflichtung zum Englischhorn ist. Sandra Klein erwies sich dann auch als absolut professionell beim Vortrag der barocken Oboen-Sonate in d-Moll von A. Marcello (einfühlsame Begleitung von Kerstin Huwer am Cembalo) und dem der Programmmusik zuzuordnenden Stück „In the city at night“ von J. Brandon für Englischhorn-Solo. Sie überzeugte auf beiden Instrumenten mit schöner Tongebung und Klangfarbe, toller Spieltechnik und makelloser Intonation.

Den musikalischen Dreiklang des Konzertes vervollständigte das Posaunen-Quartett um Musiklehrer Jochen Hofer mit seinem Schüler Valentin-Johannes Bastgen (Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“), seinem ehemaligen Schüler Alexander Heinz (Fachbereichsleiter an der Jugendmusikschule Ditzingen/Baden-Württemberg) und dem ehemaligen Schüler der Musikschule, Thomas Thull (Bassposaunist im Orchester der Philharmonie Westfalen). Das Ensemble spannte in zwei Blöcken den musikalischen Bogen von der Renaissance bis zur Moderne mit Kompositionen von Hassler, Bach, Bruckner, Ray Charles und den Beatles.

Obwohl nur ein gemeinsamer Probentag zur Vorbereitung des Programms zur Verfügung stand, begeisterten die Posaunisten mit homogener Klangstruktur, stilsicherer Artikulation und einem großen Dynamikspektrum. Höhepunkte war unter anderem die Interpretation von J.S. Bachs berühmten „Air“ mit dem höchst anspruchsvollen ersten Posaunenpart, den Alexander Heinz bravourös meisterte und das stilistisch variantenreiche Arrangement von „Hey Jude“, in dem alle Spieler ihr musikalisches Können eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Die vom Publikum geforderte Zugabe wurde ebenfalls begeistert aufgenommen, als alle Musiker gemeinsam einen Ausschnitt aus dem bekannten „Te Deum“ von Charpentier spielten, das Johannes Herres  für dieses Konzert arrangiert hatte.