Arbeit an Gemeindespitze auf drei Schultern verteilt
Nachdem im Salmtaler Gemeinderat zunächst heftig über die Verteilung der Aufgaben an der Gemeindespitze diskutiert worden war, gab es nun eine Einigung. Zwei Geschäftsbereiche wurden gebildet.
Salmtal. (mai/sys) Ähnlich wie zuvor wurden in Salmtal nun wieder zwei Geschäftsbereiche gebildet, die die Beigeordneten übernehmen. Der Ortsbürgermeister soll durch diese Maßnahme entlastet werden.
Peter Scheit (FWG) wird sich um Bau und Umwelt kümmern. Ulrich Junk (CDU) ist hingegen für Jugend und Kultur zuständig. Das ist das Ergebnis der vergangenen Salmtaler Ratssitzung.
Ortsbürgermeister Reinhard Berg sagte auf TV-Anfrage: "Wir haben gemeinschaftlich mit den Fraktionsvorsitzenden einen Konsens gefunden." In der vorangegangenen Sitzung sah das noch ganz anders aus.
CDU und FWG Hower hatten sich gegen den Vorschlag von Bürgermeister Reinhard Berg und den Beigeordneten zur Bildung von Geschäftsbereichen gesträubt. "Wir stören uns daran, dass es keine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche gibt", hatte Karl Klein (CDU) diese Haltung begründet.
Die beiden Fraktionen hatten darüber hinaus moniert, das zu beschließende Papier erst kurz vor der Sitzung erhalten zu haben. FWG Hower und CDU beschworen Was-Wäre-Wenn-Szenarien, in denen es Unklarheiten geben könnte, wer der richtige Ansprechpartner sei.
Nach langem Ringen hatte der Rat den Beschluss vertagt. In der zweiten Sitzung war die Einigung dann zustande gekommen. Ein weiterer Punkt, der im Rat besprochen worden war, war vertagt worden. Manfred Hower (FWG Hower) hatte vorgeschlagen, am Salmtaler Bahnhof eine Videoüberwachung einzurichten, um das Sicherheitsgefühl auf dem Bahnsteig zu erhöhen. Generell hatte die FWG Hower von desolaten Zuständen am Bahnhof gesprochen.
Polizei gegen Videoüberwachung
Die Fraktionen einigten sich darauf, konkrete Beschlüsse erst nach einem Ortstermin des Bauausschusses mit der Bahn zu fällen. Diesen Ortstermin hat es laut Ortsbürgermeister Berg noch nicht gegeben.
Berg teilte jedoch mit, es habe ein Gespräch mit der Polizei stattgefunden. Diese habe die Videoüberwachung für Salmtal als nicht angebracht bezeichnet.
Bürgermeister Reinhard Berg spricht sich nun dafür aus, andere Lösungswege zu suchen. Der Bahnhof sei nunmal ein Treffpunkt von Jugendlichen, sagt Berg. Zwei der Jugendlichen, die sich dort öfter aufhielten, hätten eine Anfrage für einen Jugendraum gestellt. Berg: "Wir haben einen von der Verbandsgemeinde finanzierten Jugendraum im Salmtaler Stadion. Dieser wird allerdings ausschließlich von der Jugendgruppe Stierstall genutzt." Diese Jugendgruppe sei aber längst aus dem jugendlichen Alter heraus. Berg fordert, über die Öffnung des Jugendraums für andere Gruppen zu diskutieren.