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Arbeiten im Großlittger Baugebiet beginnen

Arbeiten im Großlittger Baugebiet beginnen

Im Großlittger Neubaugebiet "Im Burecken" mit 39 Bauplätzen entstehen die ersten Häuser. Kommt das viel kritisierte Projekt nun ans Laufen? Ortsbürgermeister Karl-Heinz Hubo, selbst einer der Bauherren, ist optimistisch. Die Wählergruppe (WG) Antony bleibt skeptisch.

Großlittgen. (mai) Langsam fängt das Großlittger Neubaugebiet "Im Burecken" an, wie ein Baugebiet auszusehen. An den ersten beiden Häusern wird gewerkelt. Und nicht nur das. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Hubo, selbst einer der Bauherren, sagt: "Zwei weitere Häuser sind in Planung und ein weiterer Bauplatz ist verkauft."

39 Bauplätze umfasst das Gebiet insgesamt. 16 Baugrundstücke davon gehören der Gemeinde; von ihnen ist noch keins verkauft. Investiert hat die Gemeinde in ihre Grundstücke inklusive Wasser, Kanal und Straße bislang rund 380 000 Euro. Die übrigen 23 Grundstücke sind privat. Davon sind sechs nicht zu verkaufen und fünf weitere haben einen Abnehmer gefunden.

Hubo ist nach wie vor optimistisch, dass die Gemeinde nicht auf ihren Bauplätzen zu 59 Euro pro Quadratmeter sitzen bleibt. "Ich bin überzeugt, dass das Baugebiet Zukunft hat." Er hofft auf drei bis vier Neubauten im Jahr. In rund zehn Jahren wäre das Gebiet, das seit fast einem Jahr fertig gestellt ist, dann voll.

Hubo glaubt daran, dass Großlittgen für Bauwillige attraktiv ist. Ein junges Ehepaar, das bei ihm angefragt, sich aber letztendlich für eine Baulücke im Dorf entschieden hatte, habe den Ort wegen seiner guten Infrastruktur gewählt. Dazu gehörten der Kindergarten, die Grundschule, Lebensmittelläden, Banken, ein Arzt, eine Tankstelle, viele Vereine, 40 Gewerbetreibende und die nahe Autobahn.

In Zukunft will der Ortsbürgermeister auch endlich die bereits versprochene Werbung für "Im Burecken" auf den Weg bringen. Er will ein Flugblatt entwerfen, das bei Banken ausgelegt wird. Auf der Homepage der Gemeinde soll es einen Link zu Infos über das Gebiet geben. Lokal sollen Anzeigen geschaltet werden.

Seit fast einem Jahr ist das umstrittene Baugebiet fertig. Es war mit Skepsis im Ort aufgenommen worden. Bürger hatten versucht, es mit einem Einwohnerantrag zu stoppen, für den sie 182 Unterschriften gesammelt hatten. Doch der Rat lehnte den Antrag ab.

Die WG Antony, mit fünf Mitgliedern im Rat vertreten, bleibt skeptisch. WG-Mitglied Reinhold Graf sagt: "Für uns rechnet sich das erst, wenn die ersten Baugrundstücke der Gemeinde verkauft sind. Doch selbst der Ortsbürgermeister kauft bei den Privaten." Die Wählergruppe befürchtet wie die Bürger, dass die Gemeinde auf den Erschließungskosten sitzenbleibt. Laut Haushaltsplan ist Großlittgen Ende des Jahres mit rund 377 000 Euro verschuldet.