Arbeitsreiche Folgen eines Traums

MORBACH. (teu) Der Morbacher Crossduathlon hat sich als eine der hochkarätigen Veranstaltungen dieser Art im Land etabliert. "Erfinder" Thomas Koch denkt trotzdem an Aufhören.

Am Anfang war ein Traum: Er habe sich schon immer gewünscht, einmal einen Ironman-Profi nach Morbach zu holen, erzählt Thomas Koch. Vor fünf Jahren war es so weit: Beim kurzfristig Anfang Dezember 2001 anberaumten ersten Crossduathlon im Erholungswald Ortelsbruch war mit Jürgen Zäck der vielleicht bekannteste deutsche Triathlet am Start. Das war aber erst der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Der Morbacher Crossduathlon ist mittlerweile eine Kultveranstaltung für Ausdauersportler aus ganz Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern. Die Teilnehmerzahlen haben sich bei rund 300 eingependelt. "Es lief auch diesmal wieder gut", resümiert Koch nach der sechsten Auflage am vergangenen Sonntag. Dabei hatte der Kern des Organisationsteams mit Koch, dem zweiten Vorsitzenden des Turnvereins Morbach Hansi Schuh, Ingrid und Detlef Keller Probleme genügend Helfer in den Ortelsbruch zu bekommen.Viele erfahrene Helfer sind ausgefallen

"Viele erfahrene Helfer sind ausgefallen", erzählt Koch. Am schwersten zu verkraften war, dass Horst Rossler, der eigentlich auch zum engeren Kern des Organisationsteams gehört, zu einer Hochzeit eingeladen war. Statt Samstag nachmittags baute Rossler bereits morgens das Gerüst für 180 Fahrräder auf, fuhr zur Familienfeier, um am späten Sonntagnachmittag wieder zum Abbau zu kommen. "Dass Horst nicht da war, haben wir am Sonntag gemerkt. Der ist immer sehr auf Zack", berichtet Koch vom ersten Crossduathlon ohne Rossler und formuliert als Erkenntnis: "Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass jedes Jahr immer die gleichen Helfer da sind. Wir brauchen Alternativen." Etwas 30 Ehrenamtliche vom Turnverein Morbach, aber auch vereinslose Helfer, waren am Sonntag im Einsatz. Ortgruppe Morbach des DRK stellte die Sanitätsversorgung sicher, hatte laut Koch bis auf einige Schürfwunden aber einen ruhigen Nachmittag. Das Ordnungsamt Morbach regelte wie schon im vergangenen Jahr den Verkehr und sorgte dafür, dass die am Samstag kurzfristig auf Initiative des Morbacher Ortsvorstehers Hans Jung planierten Parkplätze optimal ausgenutzt wurden. Trotz des Erfolgs des Crossduathlons denkt Koch mittlerweile ans Aufhören. Bis 2010 auf jeden Fall hieß es noch vor kurzem. Man werde sich beraten, sagt Koch nun. "Wahrscheinlich gibt es den Duathlon aber nächstes Jahr schon noch."