Arenrath errichtet Bürgersolaranlage

Arenrath errichtet Bürgersolaranlage

Die geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach der Bürgerhalle Arenrath wird errichtet. Finanziert wird das Projekt, indem Bürger Anteile kaufen.

Arenrath. (mkl) "Wir hoffen, dass sich viele Interessenten melden", sagte Ortsbürgermeister Ludwig Schmitz bei der letzten Informationsveranstaltung in Sachen Bürgerkraftwerk im November vergangenen Jahres (der TV berichtete). Diese Hoffnung hat sich nun erfüllt.

Das Bürgersolarkraftwerk wird errichtet, es haben sich 15 Bürger gemeldet, die einen Anteil der Anlage erwerben möchten. Die Mindesthöhe der Anteile beträgt 1000 Euro. Gekauft wurden Anteile zwischen 1500 Euro und 10 000 Euro. Die Anlage kostet rund 55 000 Euro und wird auf einer Fläche von 200 Quadratmetern auf dem Dach der Bürgerhalle in Arenrath errichtet. Sie produziert 19 Kilowatt und kann damit rund fünf vierköpfige Haushalte versorgen.

Am vergangenen Montag begrüßte Schmitz die potenziellen Vertragspartner zu einer weiteren Versammlung, in der es bereits um Detailfragen zum Vertrag und die Entscheidung der Gesellschaftsform ging.

Die Gründe, warum die Arenrather in dieses Projekt investieren, sind unterschiedlich. "Ich habe selbst kein Platz auf dem Dach, finde aber, dass sich diese Investition langfristig rechnet, und außerdem stärkt es das Wir-Gefühl der Gemeinde", sagte ein Bürger, der seinen Namen nicht nennen wollte. Eine weitere Einwohnerin hat bereits Erfahrungen mit Solarenergie gesammelt: "Wir nutzen sie für Wasser und Heizung. Die Entscheidung, in die Bürgersolaranlage zu investieren, war nicht schwer, da es innerhalb der Familie bereits positive Erfahrungen damit gibt. Zudem ist es eine Investition in die Gemeinschaft."

Der Bürgermeister informierte außerdem darüber, dass eine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom offenbar kurz bevor stehe.

Im Gespräch sei eine Reduzierung von 16 bis 18 Prozent. "Für uns bedeutet das, die Anlage umgehend zu ordern, so dass wir mit einer Inbetriebnahme vor dem 1. April rechnen können", sagte Schmitz abschließend.