Arrogante Leberwurst

Die meisten Unternehmen sind darauf aus, dass ihre Produkte an möglichst vielen Stellen, zumindest aber in Mittelzentren wie Traben-Trarbach gekauft werden können. Bei der Deutschen Bahn AG scheint dies nicht der Fall zu sein.

Nicht nur an dieser Stelle muss das privatisierte Staatsunternehmen noch viel lernen. Im vorliegenden Fall gewinnt man den Eindruck, dass die Bahn dort, wo ein privates Alternativangebot funktioniert, versucht, den Nutzern dieses Angebots das Leben schwer zu machen, ganz gleich, ob dabei eigener Umsatz verloren geht. Mit dieser Haltung, die an eine arrogante, beleidigte Leberwurst erinnert, macht sich die Bahn den Weg an die Börse selber schwer. Denn sicher könnte sie mit entsprechendem Angebot im touristisch lebhaften Traben-Trarbach einige Euro mehr verdienen, als sie es zurzeit tut. l.ross@volksfreund.de