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AstraZeneca-Impfung ausgesetzt - TV-Reporter in Wittlich live dabei

„Abbruch durch Ministerium“ : TV-Reporter live vor Ort: So lief in Wittlich der Stopp der AstraZeneca-Impfungen ab

Bereits kurze Zeit nach der Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca wurden in Wittlich Impfberechtigte abgewiesen. Ein Volksfreund-Reporter war live dabei und schildert, wie das ablief.

Der TV-Reporter Christoph Strouvelle erlebte im Wittlicher Impfzentrum live, wie die Impfungen mit Astra-Zeneca gestoppt wurden. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass die Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt werde. Der Reporter, der auch als Mitarbeiter einer Grundschule tätig ist,  berichtet: Zügig geht es voran im Wittlicher Impfzentrum am Montag gegen 15.40 Uhr. Erstes Gespräch am Eingang mit der Security, Hände desinfizieren. Bis dann der freie Mitarbeiter des Trierischen Volksfreundes, der auch an einer Schule beschäftigt und deshalb impfberechtigt ist, am Empfangsschalter die ersten Modalitäten für den bevorstehenden Impfvorgang erhält.

Ausweiskontrolle, erste Einführungen. Doch plötzlich erscheint ein Herr von hinten: „Sofortiger Annahmestopp. Kein Impfung mehr mit AstraZeneca“, ruft er den vier Damen an den Schaltern zu und eilt weiter. Bei den Beschäftigten des Impfzentrums beginnt das Rätselraten: Nur niemanden mehr annehmen, oder können die Personen, die an den Schaltern gerade einchecken, noch geimpft werden? „Wir müssen auf den Chef warten“, sagt eine der Kräfte am Schalter. 

„Kommen Sie mit“, sagt eine Dame schließlich zum Impfwilligen und geht in den nächsten Raum, der offenbar als Wartezone dient. Hier informieren gerade zwei Kräfte rund zehn Personen, die noch auf ihre Impfung warten, dass heute nichts mehr geht. Keiner weiß warum. „Anweisung von oben“, heißt es lediglich. Vor den Schaltern zum Aus-Checken bildet sich eine lange Schlange. Hier treffen die Personen, die bereits geimpft wurden, auf diejenigen, die keine Spritze mehr erhalten. Auch die Damen dort kennen keine Gründe für den Stopp. „Ich kopiere Ihnen den Zettel. Dann haben Sie einen Beleg, dass der Impfvorgang gestoppt ist“, sagt eine Mitarbeiterin  Die Impfdokumentation bleibt leer. Lediglich bei „Abbruchgründen“ ist „Sonstiges“ angekreuzt, im Feld „Checkout“ ist handschriftlich vermerkt. „Abbruch durch Ministerium“.

Wie es weitergeht, blieb zunächst unklar. Aber nicht lange. Gleich am nächsten Tag erhielt er einen Anruf von der Kreisverwaltung. Ihm wurde noch an diesem Dienstag ein neuer Impftermin mit dem Moderna-Impfstoff angeboten, den er auch wahrnahm. Um 14 Uhr war er im Impfzentrum in Wittlich, 70 Minuten später verließ er es geimpft.