Auch im nächsten Jahr geht’s um die Knolle

Auch im nächsten Jahr geht’s um die Knolle

Die Traditionsveranstaltung Kartoffeltage Saar-Hunsrück ist zu Ende. Einen Monat lang haben Restaurants in der Hunsrück-Region Kartoffelspezialitäten und Events angeboten. Die Hunsrück-Touristik ist mit dem Ergebnis zufrieden. Auch nächstes Jahr soll die Veranstaltung wieder stattfinden.

Hentern/Thalfang. Bereits seit 20 Jahren werden die Kartoffeltage Saar-Hunsrück angeboten. In diesem Jahr haben 40 Restaurants in 16 Kommunen teilgenommen. Im Oktober bieten diese Restaurants spezielle Kartoffel-Gerichte an. Zudem gibt es Events rund um die Kartoffel, darunter Wanderungen und weitere Aktionen.
Für die Kartoffeltage bringt die Hunsrück-Touristik ein extra Programmheft heraus.
Ziel ist es, die Kartoffel als hunsrücktypisches Gewächs zu vermarkten. Zudem sollen mit dem Programmheft und der entsprechenden Internet-Seite sowohl Touristen als auch Einheimische auf die Angebote aufmerksam gemacht werden. So wurden die Genießer mit Kartoffel-Pizza, Flammkuchen, Schales oder gefüllten Klößen gelockt. Hochwertige und regionale Speisen standen im Vordergrund.
Die Kartoffeltage kooperieren mit den Regionalinitiativen "Ebbes von hei!", "SooNahe", dem Naturpark Saar-Hunsrück und dem Naturpark Soonwald-Nahe zusammen. Auch das Hunsrückhaus am Erbeskopf war beteiligt.
Iris Müller von der Hunsrück-Touristik bilanziert: "Es gab eine durchweg positive Resonanz. Viele Leute haben nach den Kartoffeltagen gefragt und sich die Übersichtsbroschüre besorgt. Auch die Events waren gefragt, etwa die Kartoffel-Wanderungen."
Allerdings sei die Beteiligung im östlichen Hunsrück, bei Sohren und Umgebung, stärker als im Westen. So exotische Variationen wie Stippchen (Kartoffelstreifen) mit eingelegtem Obst und Speck, Desserts aus Kartoffeln, aber auch Klassiker wie Kartoffel-Cordon-Bleu hat der Landgasthof Kopp in Hentern angeboten, wie Julian Scherer berichtet. Scherer: "Die Resonanz war gut. Eigentlich kamen alle Gerichte gleich gut an. Wir waren so gut wie jeden Abend ausgebucht." Robert Mayer in Morbach hatte erst vor wenigen Wochen sein neues Restaurant "Mayers Speisezimmer" eröffnet. Auch er beteiligte sich mit speziellen Gerichten: "Da wir erst vor sechs Wochen aufgemacht haben, ist das schwer zu beurteilen. Aber die Kartoffelsuppe und die Kalbsleber mit Kartoffelschaum liefen sehr gut."
Oliver Rohr betreibt das gleichnamige Restaurant in Rapperath: "Wir sind erst seit drei Jahren dabei. Unsere Gäste kommen eher, um Rumpsteaks oder Wild zu essen. Aber wir haben uns mit Schales und Kartoffelsuppe beteiligt. Die Leute fragen oft die Gerichte nach, die früher die Oma noch gekocht hat. Denn die hatte noch Zeit für einen Rinderschmorbraten. Heute muss es in den Familien oft schnell gehen."
Es sei wichtig, was zu machen und dranzubleiben. Das Angebot müsse aber auch zum Basis-Angebot eines Restaurants passen. hpl

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