Auch Kinderbeuern will Stauwehr erhalten

Auch Kinderbeuern will Stauwehr erhalten

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Kinderbeuern stand die Diskussion über den von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich geforderten Abriss des Stauwehrs in Kinderbeuern, nahe der Ortsgrenze Bengel. Wie auch der Gemeinderat Bengel (der TV berichtete) hat sich jetzt auch der Gemeinderat Kinderbeuern einstimmig für den Erhalt des Stauwehres ausgesprochen.

Kinderbeuern. Die Kreisverwaltung beruft sich bei ihrer Forderung, das Wehr zu beseitigen, auf den Vollzug der EU-Wasserrichtlinie (WRRL), welche die Durchgängigkeit der Gewässer zweiter Ordnung - hier der Alfbach - fordert. Man war im Gemeinderat von der rigorosen Aufforderung der Kreisverwaltung enttäuscht, besonders davon, dass diese, ohne eine Alternativmaßnahme zu benennen, die Beseitigung - sprich: Sprengung des Stauwehrs - fordert. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, mit allen Mitteln gegen die geplante Beseitigung vorzugehen. Neu-Ratsmitglied Horst Braick wies für den Fall der Beseitigung des Wehrs auf eine erhöhte Fließgeschwindigkeit der Alf hin, was gerade in den Wintermonaten große Schäden anrichten könnte. Er forderte in der Sache eine ökologisch durchgängige Gestaltung des Wehrs, ähnlich dem Modell der Lieser.Bürgermeister Otto Maria Bastgen hat gegenüber der Kreisverwaltung Bedenken gegen die geplante Maßnahme angemeldet und gebeten, die Beseitigungspläne zurückzustellen. Zuvor soll den betroffenen Gemeinden Kinderbeuern und Bengel und den Trägern öffentlicher Belange Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.Inzwischen hat die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord eine Informationsveranstaltung organisieren wird.

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