Auch nach zehn Jahren noch schön

NEUMAGEN-DHRON. (urs) Glück mit dem Wetter hatten die Organisatoren des Weinstraßenfestes im Dhroner "Metschert". Stände und Tische blieben meist vom Regen verschont.

"Es ist wirklich ein Glück heute mit dem Wetter", freute sich Erwin Krebs. Bei sonntäglichem Sonnenschein hatte der Neumagener an seinem Bummel durch "Metschert" mit seinen Weinkellern und Scheunen sowie den an Verkaufsständen angebotenen Waren Vergnügen gefunden. Das Weinstraßenfest in der "Gaas", der beliebten Gasse im Ortsteil Dhron, hat seit 15 Jahren seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde. Ausrichter ist die Straßenfest-Gemeinschaft "Metschert", die ihre Gäste mit Weinproben, Winzerspezialitäten und Musik - etwa von den "Scheunenmusikanten" - zu locken versteht. Auch Angebote wie "Töpfern in der Kunstwerkstatt Atelier Gaia" oder einem Gewinnspiel, bei dem der Sieger in Wein aufgewogen wird, fehlten nicht.Nicht immer nur feucht-fröhlich

Schon die Eröffnung des Fests durch Ortsbürgermeister Willi Herres sowie Weinkönigin Susanne I. und Weinprinzessin Heike war vom Wetter begünstigt. Der Römischen Fußgruppe Neumagen-Dhron war daher ebenso ein trockener Auftritt vergönnt wie der Winzerkapelle Mosella Dhron und dem Musikverein Lyra Neumagen. Nicht nur feucht-fröhlich ging es dagegen am Samstag zu, als die Bigband der Realschulen Neumagen-Dhron und Schweich mit ihrem Können begeisterten. "Nass" sei es halt gewesen, kommentierte der Pfälzer Florian Wolf am Sonntagmittag. Doch davon abgesehen hatte es dem Musiker, der zum sechsten Mal beim Straßenfest aufspielenden "Badener Schalmeien" aus Philippsburg, an der Mosel gut gefallen. "Es ist immer lustig", meinte der junge Mann, der schon zum dritten Mal in "Metschert" dabei war. Ernst Maringer aus dem Nachbarort Piesport sieht das nicht anders: "Ich komm schon zehn Jahre her, und es war immer schön." Mit verschmitztem Lächeln lobte er "guten Wein, gutes Essen und schöne Frauen". Nicht zum ersten Mal hatte auch eine Gruppe Rheinländer den Weg nach "Metschert" gefunden. Das Weinstraßenfest sei sehr schön - "deshalb sind wir ja hier", sagte Siegfried Jung aus Düren. Für Gaby Becker geht es im ältesten Weinort Deutschlands dank der Privat-Initiativen "nicht so kommerziell" zu. Außerdem seien die Speisen selbst hergestellt, was die Besucher auch merken würden. Ähnlich sieht das Monika Gans aus Wintrich, bei der die Dürener Quartier bezogen haben. In Dhron sei es einfach "noch sehr individuell und nicht so überlaufen".

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