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Auch Reil will keine Brummis im Ort

Auch Reil will keine Brummis im Ort

REIL. Auch Reil stöhnt unter dem Schwerlastverkehr. Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, die K 65 (Kövenig-Reil) für den schweren LKW-Verkehr zu sperren und dort die zulässige Höchtgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer festzusetzen.

Die Sperrung der K 65 für den Schwerlastverkehr und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 70 zwischen Kövenig und Reil standen auf SPD-Antrag auf der Tagesordnung bei der Sitzung des Gemeinderats Reil. Bereits im Herbst 2000 hatte die VG-Verwaltung einen gleichlautenden Antrag bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde (Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich) vorgelegt. Die SPD-Fraktion begründete ihren Antrag damit, dass die Straße weiterhin vom Schwerlastverkehr als Durchgangsstraße genutzt werde. Dadurch komme es immer häufiger zu Staus in Reil, insbesondere in den Bereichen Moselstraße und Einmündung Reiler Brücke. Die Straßenbau-Verwaltung argumentierte damals, dass eine Sperrung wegen der Renovierungsarbeiten an der Traben-Trarbacher Brücke nicht möglich sei. Doch seit Ostern 2003 ist die Brücke fertig, die Argumentation der Verwaltung somit hinfällig. Besonders schwer wiegt laut SPD-Fraktion die Tatsache, dass der Ortsgemeinde Schäden von über 5000 Euro entstanden seien, weil vom LKW-Verkehr beschädigte Fußgängerwege und Bordsteine instand gesetzt werden mussten. Die SPD hält es für vertretbar, dass einzelne Firmen beziehungsweise Fahrzeuge geringfügige Umwege in Kauf nehmen müssen, wenn dadurch die Allgemeinheit weniger belastet werde. Laut Antrag könne sich Reil die durch den LKW-Verkehr verursachte finanzielle Belastung nicht weiter leisten. Auch die negativen Folgen für Fremdenverkehr und Anlieger seien nicht vertretbar. Der Gemeinderat nahm ausführlich Stellung: Eine Sperrung solle sich auf den Durchgangs-Schwerlastverkehr beziehen. Nicht nur die Belastungen für Gemeinde, Bevölkerung und Tourismus seien ausschlaggebend, sondern auch, dass der Unterbau der Straße für Schwerlastverkehr nicht geeignet sei. Bei einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Antrag für die Sperrung der K 65 für den Schwerlastverkehr zu stellen.Schnelles Tempo ist Unfallursache

Eine Beschränkung auf 70 Stundenkilometer begründete die SPD-Fraktion damit, dass die Straße zwischen Kövenig und Reil als offizieller Radwanderweg ausgewiesen sei und auch stark von Radlern genutzt werde. Überhöhte Geschwindigkeiten - besonders im Bereich der Reiler Gemarkung mit Wander- und Wirtschaftswegen, Sportplatz und Gewerbegebiet/Gardin - seien immer häufiger Ursache für Unfälle. Ein Tempolimit würde auch den Reiler Ortseingang für Fußgänger sicherer machen, heißt es in dem SPD-Antrag. In der Diskussion wies Ortsbürgermeister Greis darauf hin, dass er bei einer Besprechung in der VG-Verwaltung Traben-Trarbach im Mai 2003 über Umlegungsmaßnahmen des Schwerlastverkehrs der Region Hunsrück-Mosel-Eifel auch auf die Verkehrsprobleme in den Ortslagen Reil und Kövenig sowie auf der K 65 zwischen diesen beiden Ortslagen hingewiesen habe. Mit elf Ja- und vier Gegenstimmen sprach sich der Rat für einen Antrag auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 zwischen Reil und Kövenig aus.