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Auf altem Bunker wird nun Strom erzeugt

Auf altem Bunker wird nun Strom erzeugt

Ein knapp sieben Hektar großer Solarpark ist auf dem Gelände des Flughafens Hahn eingeweiht worden. Die Anlage produziert eine Nennleistung von 3,2 Megawatt Strom, der ab dem 30. November ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Flughafen Hahn. Die Anlage ist in nur vierwöchiger Bauzeit errichtet worden. Bauherr ist die LPB-Hahn Solar GmbH, deren Geschäftsführer Alexander Forsch gemeinsam mit Vertretern der Entwicklungsgesellschaft Hahn (EGH) und der Conecon GmbH den Startschuss für die Anlage gab. Die Flughafen Frankfurt Hahn GmbH ist mit 20 Prozent an der LPB beteiligt.
Die Größe des Solarparks, der auf dem Gelände ehemaliger Bunker und Flugzeug-Hangars entstanden ist, entspricht ungefähr 15 Fußballfeldern. Montiert und installiert wurde die Anlage von Mitarbeitern der Conecon GmbH. "Wir verfügen über 550 eigene Mitarbeiter und zudem über einen eigenen Maschinenpark. Diese Unabhängigkeit versetzt uns in die Lage, solche Großanlagen schnell umzusetzen und Termine einzuhalten", sagt Conecon-Geschäftsführer Jürgen Dreier. Schnell hieß in diesem Fall noch rechtzeitig vor dem 30. September, also dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entsprechend.
Schafe pflegen Grünflächen


13 556 Photovoltaik-Module, jedes 1,6 Quadratmeter groß, mussten installiert, 380 Tonnen Sand bewegt und 477 Modultische im Erdreich befestigt werden. Die Anlage steht auf einer Freifläche von 6,9 Hektar. Die Investitionssumme beträgt fünf Millionen Euro. Die beiden Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Frankfurt Hahn, Wolfgang Pollety und Hubert Heimann, waren sehr zufrieden, dass mit dem Solarpark nun eine Liegenschaft des Hahn-Geländes einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird. "Die EGH ist ihrem Auftrag wieder ein Stück näher gekommen", sagte Wolfgang Pollety. Gemeint war, dass die Konversion von Flächen, die in absehbarer Zeit nicht betrieblich genutzt werden können, hier beispielhaft realisiert wurde. Das Gelände befindet sich unterhalb des Frachtabfertigungszentrums in Richtung der Gemarkung Bärenbach. Auf dem Hahn gibt es nach wie vor riesige Freiflächen, auf denen die seit dem Abzug der US-Soldaten nicht mehr genutzten Flugzeug-Hangars vor sich hin gammeln. Die massive Bauweise dieser Bunkeranlagen, in denen einst die Kampfjets der Amerikaner untergebracht waren, macht einen Abriss teuer, denn die Bunker sind aus dickem Beton.
Durch den Solarpark wird nun wenigstens ein Teil dieser brachliegenden Areale wieder genutzt. Die Solarmodule produzieren Gleichstrom. Die in Reihe geschalteten Module sind mit Wechselrichtern versehen, die den Gleichstrom in den gebräuchlichen Wechselstrom mit 230 Volt Spannung umwandeln. Für die Pflege der Grünflächen um die Module herum werden künftig Schafe sorgen. So wird Geld für die Unterhaltung des Geländes gespart. tor