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Auf Brückenneubau folgt Straßensanierung

Auf Brückenneubau folgt Straßensanierung

Etwa 4200 Fahrzeuge werden täglich im Traben-Trarbacher Stadtteil Rißbach gezählt. Die für kommendes Frühjahr geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt geht mit einer Erneuerung der Wasser-und Abwasserleitungen einher. Der Campingplatz soll während der Arbeiten erreichbar sein.

Traben-Trarbach. Die neue Moselbrücke zwischen den Traben-Trarbacher Stadtteilen Rißbach und Wolf ist im Oktober offiziell eingeweiht worden. Was vorher schon klar war: Rund um das Bauwerk wird weitergebaut - gerade weil es fertig ist und als Umleitungsstrecke, besonders für Lastwagen, dienen kann.
Straße ist abgestuft


Im Frühjahr 2016 beginnt die Sanierung beziehungsweise der Ausbau der Ortsdurchfahrt Rißbach im Zuge der B 53. Danach, frühestens aber 2017, wird es auf derselben Strecke im Stadtteil Traben weiter gehen. Das hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier dem TV auf Anfrage mitgeteilt.
Streng genommen handelt es sich bei den beiden Abschnitten schon gar nicht mehr um die B 53, sondern um die L 187. An den Leitpfosten sind auch schon die entsprechenden Bezeichnungen angebracht worden. Da der Hauptverkehr über die andere Moselseite und die neue Brücke fließen soll, ist die Bundesstraße mittlerweile zur Landesstraße abgestuft worden. Der Bund sei allerdings in der Pflicht sie in einem guten Zustand zu übergeben, betont Stadtbürgermeister Patrice Langer. Das bestätigt Diplom-Ingenieur Benedikt Bauch, Fachgruppenleiter Planung beim LBM. An der Sinnhaftigkeit der Sanierung besteht für den Stadtbürgermeister kein Zweifel. "Das muss gemacht werden", sagt er.
Mit im Boot sitzen auch die Werke. "Die Leitungen für Wasser und Abwasser werden komplett erneuert", sagt Hajo Neumes, Werkleiter der VG Traben-Trarbach. Klar ist bereits: Für die Dauer der Arbeiten wird die Straße voll gesperrt. Wie lange das sein wird, steht noch nicht fest. "Das wird im Januar abgestimmt", erläutert Neumes. Dann könne auch erst etwas über die Kosten für Kanal und Wasser gesagt werden. Im Januar wírd es, so der LBM, auch eine Anliegerversammlung geben.
Erstmals durchgängiger Gehweg


Die reinen Baukosten für die Straße dürften sich, so Benedikt Bauch, um etwa 800 000 Euro bewegen. Eine Besonderheit beim Ausbau: Die Straße rückt, ohne ihre Gesamtbreite zu verändern, etwas von den teilweise denkmalgeschützten Häusern weg. Und es wird erstmals einen durchgängigen Gehweg geben. "Wir werden bei den Häusern sehr sensibel vorgehen", verspricht Bauchs Kollege Marc Kuhn.
Noch etwas ist von Bedeutung: An der 440 Meter langen Ausbaustrecke, die derzeit täglich von etwa 4200 Fahrzeugen genutzt wird, liegt der Campingplatz der Stadt. "Kann der in dieser Zeit erreicht werden", fragt nicht nur Stadtratsmitglied Jörg Trossen. "Die Bauabschnitte werden so eingerichtet, dass er jederzeit zu erreichen ist", verspricht Benedikt Bauch. Andere Anlieger müssten aber damit rechnen, dass sie ihr Anwesen nicht täglich anfahren können. Auch darüber werde natürlich bei der Anliegerversammlung informiert.