Auf den Spuren der Kogelherren

90 Weinfreunde fanden den Weg in den Keller des Kirchenweingutes Wolf und genossen eine kabarettistische Weinprobe. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Förderverein der Martin-Luther-King-Schule zugute.

Traben-Trarbach/Wolf. (mü) Mit ihrer klanghellen Stimme singt Christiane Ehlert-Olejnik Lieder, die vom "One-Night-Stand" oder einer lange andauernden Liebe handeln und eröffnet die kabarettistische Weinprobe. Aufmerksam lauschten die 90 Besucher im Keller des Kirchenweingutes in Wolf ihrem Vortrag.

Stefan Kritten steuerte den literarischen Beitrag bei. Er erforschte Heimatgeschichte und las Texte wie "Die Klosterherren zu Traben-Trarbach" vor. Dabei vermittelt er sein Wissen von den Kogelherren, die gut 80 Jahre lang, von 1478 bis 1560, im Wolfer Kloster lebten und den Keller unter der Kirche errichteten. Auch Ingo Seebach war gut informiert. Der letzte Kogelherr war der erste evangelische Pfarrer in Wolf, erklärte er, der selbst evangelischer Pfarrer in dem Weinort ist.

Die Kogelherren hatten es nicht ganz einfach in Wolf. Mit dem, was sie in diesem Keller erwirtschaftet haben, betrieben sie eine Schule in Trier.

Nachdenkliches und Humorvolles



Die Künstler der kabarettistischen Weinprobe im Rahmen der Mosel-WeinKulturZeit stellten den Erlös dem Förderverein der Martin-Luther-King-Schule Traben-Trarbach/Wolf für benachteiligte Kinder zur Verfügung.

Zwischen den kulturellen Vorträgen servierten ehrenamtliche Helfer eine kleine Weinprobe des Kirchengutes Wolf. "Rote und weiße Trauben zusammen gekeltert ergeben einen Rotling", erklärte Ingo Seebach und ergänzte: "Er eignet sich für einen unkomplizierten Weingenuss."

"Dass sich Menschen für einen guten Zweck zur Verfügung stellen und für uns einen schönen Abend gestalten, finde ich ganz toll", schwärmte Peter Schubbe. "Der Mix aus Nachdenklichem und lustigen Vorträgen war optimal."

Für den musikalischen Ausklang der Veranstaltung sorgten Christian Fett und Rüdiger Schneider. Souverän führte Jürgen Lehlbach durch den Abend.

"Im Rahmen der Zweckgebundenheit war die Weinprobe einfach etwas Besonderes", war sich Achim Ketschau-Ochs aus Wolf sicher.

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